Donnerstag, 23. August 2007

Streitfall Atomkraftwerk Temelin: Vaclav Klaus für europäische Lösung im Hick-Hack

  • Tschechiens Präsident: Grenzblockaden "Unsinn"
  • Treffen der Staatschefs: Klaus und Fischer im Dialog

Der tschechische Präsident Vaclav Klaus sieht für den bilateralen Streit um das südböhmische Atomkraftwerk Temelin eine europäische Lösung. "Diese Angelegenheit macht einen gewissen Schub durch und ich sehe den entscheidenden Schub in einer europäischen Lösung, also darin, dass Europa sagt, ohne Nuklearenergie geht es nicht", sagte Klaus.

Sobald dies zur offiziellen Doktrin werde, "desto früher oder später", werde auch das Problem Temelin kleiner werden. "Temelin ist für einige Menschen ein bestimmtes politisches Spiel, aber ich würde das nicht dramatisieren", erklärte der Präsident. Er erachte etwa Grenzblockaden von österreichischen Atomgegnern als "Unsinn", "aber wir sollten deswegen nicht in den Hungerstreik treten, so ein Problem ist es auch wieder nicht".

Klaus hatte mit Bundespräsident Heinz Fischer über bilaterale, europäische und allgemeine Fragen gesprochen. "Wir sehen die Dinge als erfahrene Politiker... Wir beurteilen die Angelegenheiten pragmatisch und rational", bemerkte Klaus Gemeinsamkeiten mit Fischer. Es gebe aber auch Unterschiede. "Österreich kann eine andere Meinung über Atomenergie haben, aber es gibt keinen Grund, einen Konflikt daraus zu machen."

(apa/red)

23.8.2007 11:09