Nordamerika rückt noch enger zusammen: Proteste überschatten Dreier-Gespräche!
- Polizei setzt Tränengas gegen Demonstranten ein
- Mexikanischer Präsident reist wegen 'Dean' früher ab

Die USA, Mexiko und Kanada haben auf dem Nordamerikagipfel im kanadischen Montebello ihren Willen zu einer noch engeren Zusammenarbeit bekundet. Die grenzübergreifende Kooperation in Katastrophenfällen solle verstärkt werden, erklärten die Regierungschefs. Sicherheitsfragen wollen die drei Staaten künftig mehr gemeinsam behandeln. Handelsbarrieren sollen weiter abgebaut werden.
Auch eine stärkere Zusammenarbeit bei der Entwicklung umweltfreundlicher Technologien, die Sicherheit der gemeinsamen Grenzen und Gebietsansprüche in der Arktis wurden auf dem Gipfel besprochen. Das Treffen war jedoch von der Entwicklung des Hurrikans "Dean" in Mexiko überschattet: Das Programm wurde kurzfristig geändert, um Mexikos Präsidenten Calderón eine frühere Rückreise zu ermöglichen. US-Präsident Bush erklärte, sein Land stehe bereit, Mexiko nach dem schweren Hurrikan zu helfen.
Calderón und Bush sprachen auch über ein geplantes US- Hilfsprogramm für Mexiko im Kampf gegen Drogenhandel und Rauschgiftkriminalität. Die beiden Präsidenten unterstrichen ihr Bekenntnis zu einer gemeinsamen Verantwortung.
Mit dem kanadischen Regierungschef Harper suchte Bush nach Wegen, die gemeinsame Grenze sicherer zu machen. Harper warnte, dies müsse gelingen "ohne den Handel und die engen freundschaftlichen Beziehungen" zwischen den beiden Staaten zu gefährden. Die Sicherheitspartnerschaft beider Länder stößt in Kanada jedoch auf Kritik. Rund 2.000 Menschen demonstrierten in Montebello, die Polizei setzte Tränengas ein.
Aus kanadischen Delegationskreisen war im Vorfeld des Gipfels verlautet, dass Harper Bush auch noch einmal klarmachen wollte, dass der kanadische Afghanistan-Einsatz ohne einen Konsens im Parlament nicht über 2009 hinaus verlängert werde. Kanada hat dort 2.500 Soldaten im Einsatz.
(apa)
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