Sonntag, 26. August 2007

Andrea Kdolsky geschieden & verliebt: Aus gemeinsamer Wohnung bereits ausgezogen

  • Ministerin ließ "einmaligen Ausflug" in Privatleben zu
  • SPÖ befürchtet dennoch Verlugnerisierung der Politik

Familienministerin Andrea Kdolsky hat die Scheidung von ihrem Mann Richard bestätigt. Man habe sich im Laufe des heurigen Jahres in Freundschaft und in gegenseitiger Anerkennung der Leistung des jeweils anderen getrennt, erklärte die VP-Politikerin, die aus der gemeinsamen Wohnung ausgezogen ist.

Andrea Kdolsky hat auch bereits einen "neuen Partner", der allerdings nicht den Scheidungsgrund gewesen sei. Auf die Frage, ob es sich beim neuen Mann an ihrer Seite - wie medial kolportiert - um den ehemaligen Kabinettchef von Innenministerin Liese Prokop handelt, wollte Kdolsky aus Rücksicht auf die Privatsphäre in der Ö3-Sendung "Frühstück bei mir" nicht antworten.

Die Ministerin, die ihre erste Ehe annullieren hatte lassen, zeigte sich "nicht vergrämt", nun nach ihrer zweiten Trennung keine Kommunion mehr empfangen zu können. Es gebe eben kirchliche Regelungen, die anzuerkennen seien.

Kdolsky betonte in der Sendung, mit den heutigen Ausführungen über ihr Privatleben eine einmalige Ausnahme vorgenommen zu haben: "Ich werde das nie wieder tun." Auch als Person des öffentlichen Lebens müsse man einen Rückzugsraum haben.

SPÖ sieht Verlugnerisierung der Politik
Sehr hart geht die SPÖ mit Familienministerin Andrea Kdolsky ins Gericht, nachdem die Ressortchefin ihre Scheidung öffentlich bekannt gegeben hat: "Das ist eine Verlugnerisierung der Politik", urteilte SP-Bundesgeschäftsführer Josef Kalina. Dass die ÖVP-Ministerin die Öffentlichkeit offensiv mit Details ihres Privatlebens versorge und aus Interviews öffentliche Therapiestunden mache, möge vielleicht dem eigenen Geltungsdrang entsprechen, tue der Politik insgesamt aber nicht gut.

Bei ihrem Drang ins Rampenlicht übersehe Kdolsky die Konsequenzen für die Politik insgesamt: "Wenn PolitikerInnen mehr auf den Klatschseiten vorkommen als mit politischen Inhalten, dann ist das der Weg in eine 'Seitenblicke'-Politik, wo private Beziehungen und Manolo Blahnik-Schuhe wichtiger werden als Inhalte." Die Ministerin übersehe offenbar, dass das jetzige öffentliche Interesse nicht ihrer Person, sondern ihrer Funktion gelte: "Und in dieser Funktion wird sie dafür bezahlt, das österreichische Gesundheitssystem zu reformieren."

Konter der ÖVP
Als "scheinheilig und unqualifiziert" interpretiert ÖVP-Generalsekretär Hannes Missethon die heutigen Aussagen von SPÖ-Bundesgeschäftsführer Josef Kalina zur Scheidung von Familienministerin Andrea Kdolsky. Hier handelt es sich um eine persönliche Entscheidung einer Politikerin, die zu respektieren sei.

(apa/red)

26.8.2007 13:32