23 Kühe wegen ansteckender Krankheit geschlachtet: Resistente Euterentzündung
- Restlichen 68 Milchkühe werden isoliert gehalten
Wegen einer kaum therapierbaren Euterentzündung müssen neuerlich 23 Kühe auf der Alpe Mittelargen im Gemeindegebiet von Au im Bregenzerwald geschlachtet werden. Bereits in den vergangenen Tagen waren dort 14 Tiere getötet worden, bei denen die ansteckenden Bakterien festgestellt worden waren. Die restlichen 68 Milchkühe werden isoliert gehalten, um die Verbreitung der seltenen Krankheit zu verhindern.
Die ansteckende Euterentzündung wird durch den Erreger Mykoplasma bovis hervorgerufen. Dabei handelt es sich nach Angaben des stellvertretenden Vorarlberger Landesveterinärs Norbert Greber um kleine Bakterien, gegen die Antibiotika kaum wirksam seien. Ihr Auftreten in Vorarlberg sei erst der zweite Fall in Österreich.
Die Krankheit bedroht zwar nicht das Leben der infizierten Kühe, sie sind aber nicht mehr als Milchkühe nutzbar. Weil die betroffenen Tiere zudem ein Ansteckungsrisiko für den Restbestand darstellen, würden sie im Einvernehmen mit den Besitzern getötet, so Greber. Für Menschen besteht keine Gefahr.
Nach der Schlachtung der ersten 14 Tiere in der vergangenen Woche, waren Gewebeproben sämtlicher Kühe auf der Alpe entnommen worden. Dabei wurde nun festgestellt, dass 23 Tiere bereits infiziert sind. Die verbleibenden 68 Milchkühe sollen auf der Alpe nun isoliert gehalten, weiterhin beobachtet und untersucht werden. "Durch diese umfassenden Maßnahmen soll verhindert werden, dass die Infektion auf weitere Betriebe übergreift", betonte Landesrat Erich Schwärzler.
(apa)
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