Dienstag, 21. August 2007

Tiertransport verunglückt: Schweinejagd nach Unfall auf der Innkreisautobahn!

  • Tiere im Pech: Auch Ersatzfahrzeug baute Unfall

Auf der Innkreisautobahn (A8) hat eine Schweinejagd stattgefunden, nachdem ein mit 192 Tieren beladener Transporter umgestürzt war. Das aus dem Anhänger geschleuderte Borstenvieh lief auf der Straße herum und verursachte einen weiteren Crash: Eine 43-jährige Frau aus Deutschland konnte nicht mehr ausweichen.

Der von einem 31-jährigen Deutschen gelenkte Schweinetransport war gegen 2.15 Uhr auf der A8 Richtung Graz unterwegs gewesen. Der Kraftfahrer wurde von einem Pkw geschnitten und verriss deshalb sein Fahrzeug. Er geriet auf das Bankett und stürzte um. Dabei wurden mehrere Schweine aus dem Anhänger geschleudert. Die Tiere blieben teils verletzt liegen, teils liefen sie auf der Fahrbahn herum.

Das wurde der 43-Jährigen aus dem Landkreis Ansbach (Deutschland), die mit ihrer Familie unterwegs gewesen war, zum Verhängnis. Sie konnte mit ihrem Auto nicht mehr ausweichen, überfuhr eines der Schweine und geriet ins Schleudern. In weiterer Folge prallte sie gegen einen Lkw. Die Frau, ihr 45-jähriger Ehemann, der zwölfjährige Sohn und die neunjährige Tochter wurden verletzt und ins Krankenhaus Grieskirchen gebracht.

Die herumlaufenden Schweine mussten in der Dunkelheit von den Einsatzkräften gesucht und eingefangen werden. Einige Tiere waren so schwer verletzt, dass sie noch an Ort und Stelle notgeschlachtet werden mussten.

Gleich noch ein Unfall
Nach dem Motto "ein Unglück kommt selten allein" sind knapp 200 Schweine innerhalb weniger Stunden in zwei Unfälle verwickelt worden. Während die Tiere bereits in den frühen Morgenstunden in Oberösterreich mit ihrem Transporter umgestürzt waren, verursachte ein Ersatzlenker wenige Stunden später nahe Graz in einem Tunnel erneut einen Unfall. Nachdem die Borstentiere beim ersten Crash zum Teil verletzt auf der Fahrbahn herumliefen, musste nach dem zweiten Unfall erneut ein Ersatz-Lkw angefordert werden. (apa)

21.8.2007 13:50