Montag, 20. August 2007

Muren, Starkregen und Stromausfälle: Sturm brachte Chaos über Ostösterreich

  • 900 Feuerwehrleute in Niederösterreich in Dienst

Die schweren Unwetter, die in der Nacht auf Montag über Österreich niedergingen und ein Menschenleben forderten, haben den Osten des Landes erreicht. In Niederösterreich hatten rund 900 Feuerwehrkräfte vor allem mit überfluteten Kellern und Straßen zu tun. Im Nordburgenland wurden 300 Keller überflutet. In der Steiermark führten die Gewitter zu Stromausfällen in Hunderten Haushalten.

In Oberösterreich waren 800 Feuerwehrleute im Einsatz. Zahlreiche Häuser wurden überflutet, Murenabgänge blockierten Straßen. Wegen Hagels kam im Bezirk Kirchdorf der Verkehr zum Erliegen. Die Hagelkörner lagen zehn Zentimeter hoch.

Bis zu 900 Feuerwehrleute sind in Niederösterreich im Einsatz gestanden. Der NÖ-Landesfeuerwehrverband berichtete der APA von überfluteten Kellern und Straßen, vereinzelt kam es zu kleineren Murenabgängen.

Für die Einsatzkräfte galt es, mittels Abpumpen die Keller von den Wassermassen zu befreien. Betroffen waren die Bezirke Gänserndorf, Bruck an der Leitha, Wiener Neustadt und Neunkirchen. Gegen 18.30 Uhr wurde das Einsatzaufkommen bereits als rückläufig vermeldet. Die Unwetter seien in Richtung Norden nach Tschechien bzw. der Slowakei weitergezogen.

Zu Stromausfällen haben am Montag Gewitter in der Steiermark geführt. Vor allem im Raum um Graz sowie in der Süd- und Oststeiermark waren einige hundert Haushalte zum Teil einige Stunden ohne Strom. Die am längsten dauernden Stromausfälle mussten Bewohner im Bereich Kitzeck-Sulztal in der Südsteiermark in Kauf nehmen, wo in der Früh zunächst 1.500 Haushalte, am Nachmittag noch 150 bis 300 Haushalte betroffen waren.

Auch das Burgenland war betroffen. Im Bezirk Eisenstadt-Umgebung mussten 300 Keller ausgepumpt werden. (apa/red)

20.8.2007 20:24