Experte: Wegfall des Normalbenzins droht - Konzerne wollen stattdessen Super forcieren
- Preisvorteil gegenüber Super immer weiter verringert
- Umstellung bingt Ölkonzernen Milliardeneinnahmen

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Die Mineralölkonzerne wollen nach Ansicht eines Experten das Normalbenzin an den Tankstellen durch höhere Preise ganz vom Markt verdrängen. Mittelfristig deute alles auf Abschaffung des Normalkraftstoffs hin, sagte der Präsident des Automobilclubs von Deutschland (AvD), Wolfgang-Ernst Fürst zu Ysenburg: "Super wird das neue, dann aber teurere Normal".
Für die Ölgesellschaften ist dies laut "Bild"-Zeitung ein lohnendes Geschäft, denn die komplette Umstellung auf Super würde zusätzliche Milliardeneinnahmen bringen, während Kosten wie durch die getrennten Tanks entfallen würden. Die Tankstellenkonzerne hätten den Preisunterschied zwischen Normal und Super bereits auf einen Cent halbiert.
Erst testen
ADAC-Experte Jürgen Albrecht sagte der Zeitung, die Konzerne wollten die Nachfrage testen und möglicherweise einen Teil der Autofahrer zum Umsteigen bewegen. Weil wieder alle Anbieter zur gleichen Zeit den Preis für Normalbenzin erhöht hätten, müsse sich das Kartellamt darum kümmern, forderte der AvD-Präsident. Er kritisierte dabei eine "eiskalte Abzocke" zulasten des Normalverbrauchers. (APA/red)
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