Mittwoch, 15. August 2007

ORF Neu: ,Neues Club-2-Format kommt‘

Generaldirektor Alexander Wrabetz über sein erstes Jahr an der ORF-Spitze: Seine Flops, seine Erfolge.

Vor genau einem Jahr kandidierte Alexander Wrabetz gegen die damalige ORF-Chefin Monika Lindner. Die sogenannte „Regenbogenkoalition“ (SPÖ, Grüne, FPÖ und BZÖ) kürte den kaufmännischen Direktor des ORF zum Generaldirektor. Im NEWS-Interview zieht er eine erste Bilanz:

NEWS: Vor einem Jahr sind Sie gegen Monika Lindner als ORF-General angetreten. Damals galten Sie als „Wunderwuzzi“. Derzeit werden Sie scharf kritisiert. Die „Krone“ attackiert etwa „Selbstdarsteller in der ORF-Information“. Was ist da los, Herr Generaldirektor?
Wrabetz: Ich kann diese Kritik nicht nachvollziehen. Wir haben gerade erst Studien präsentiert bekommen, die zeigen, dass die neu gestaltete ORF-Information sehr gut ankommt. Die Menschen haben sowohl die neu gestaltete „ZiB 1“ sehr positiv aufgenommen als auch die neuen jüngeren Infosendungen. Ich weiß nicht, wer mit angeblichen „Selbstdarstellern“ gemeint ist.
NEWS: Wie erklären Sie sich dann die Kritik?
Wrabetz: Ich verstehe, dass manche Zeitungen mit der Form, die Elmar Oberhauser für die Sommergespräche gewählt hat, nicht einverstanden sind. Er hat sich entschieden, auch Vertreter des Printbereichs in die Interviews einzubeziehen. Aber natürlich können nicht alle hier zum Zug kommen, und das löst eben einen gewissen Unmut bei jenen aus, die nicht zum Zug gekommen sind. Ansonsten wird gerade die Information ja in den meisten Medien gelobt. Erinnern Sie sich an die Diskussion vom letzten Sommer …
NEWS: Damals wurde mangelnde journalistische Unabhängigkeit kritisiert. Vor Ihrer Wahl hatten Sie versprochen, das zu ändern.
Wrabetz: Eben. Vor einem Jahr wurde die Unabhängigkeit und Objektivität der ORF-Information infrage gestellt. Ich wollte journalistische Unabhängigkeit garantieren. Und genau das ist uns gelungen. Die Information ist zweifellos ausgewogener, objektiver und kritischer, als sie vor einem Jahr war. Nehmen Sie zum Beispiel das Interview von Armin Wolf mit dem neuen Regierungsbeauftragten Wabl, das sehr kritisch geführt wurde. Das wäre vor einem Jahr so nicht möglich gewesen, oder?

Das ganze Interview lesen Sie im neuen NEWS

15.8.2007 16:44