Mittwoch, 15. August 2007

NEWS-Gehalts-Check: Verdienen Sie genug? Alle Berufe im Vergleich: Wer casht wieviel?

  • Erstmals in NEWS: Die Österreicher outen ihre Gagen
  • Was sie verdienen und wie gut sie damit auskommen

NEWS hat Österreichs Lohnzettel verglichen und verrät Ihnen, ob Sie genug verdienen – und wie Sie Ihren Marktwert steigern.

Seit über elf Jahren arbeitet David Radinger als Pilot. Mit den 6.500 Euro brutto, die er für seine Arbeit monatlich bekommt, gehört der erst 32-Jährige zu den Besserverdienern in diesem Land. Anders hingegen sieht der Gehaltszettel von Maria Damjanovic aus. Die 19-jährige Friseurin aus Wien verdient für 40 Arbeitsstunden pro Woche nur einen Bruchteil davon. Mit ihren 1.000 Euro brutto könnte sie sich alleine nicht einmal eine Wohnung in der Bundeshauptstadt leisten. „Gott sei Dank unterstützen mich meine Eltern finanziell. Aber trotzdem: Von einem Luxusleben kann ich nur träumen …“, erzählt die engagierte Haarstylistin im ersten Berufsjahr.

Lohnverhandlungen starten am 28. September. Doch schon bald könnte auch Maria Damjanovic deutlich mehr am Konto haben. Denn mit dem Start der Lohnverhandlungen am 28. September steht ein heißer Herbst bevor. So forderte Sozialminister Erwin Buchinger (SP) bereits eine Lohnerhöhung von vier Prozent für alle Arbeitnehmer. Die österreichischen Arbeiter und Angestellten hätten „stärker gegenüber Gewinneinkommen verloren als im restlichen Europa“, so Buchingers Argument. Daher würde auch der private Konsum nachhinken.
Allerdings stößt Buchinger mit seinem Vorstoß hauptsächlich auf Kritik. Die Äußerungen des Sozialministers seien ein „Tabubruch“, meint Wirtschaftsminister Martin Bartenstein (VP). Als „politisch äußerst unklug“ bezeichnete sie Vizekanzler Wilhelm Molterer: „Lohnverhandlungen sind keine Frage der Parteipolitik.“

Aber auch ÖGB-Chef Rudolf Hundstorfer rügt den Sozialminister. Er möge sich nicht weiter in die Lohnverhandlungen einmischen, so Hundstorfer. Nicht einmal er wolle Zahlen nennen, umso weniger stehe es Buchinger zu. In den vergangenen Jahren hatten sich die Sozialpartner meist auf eine Lohnerhöhung um zwei bis drei Prozent geeinigt. Mehr schaute hingegen für Führungskräfte und Vorstände heraus: Sie kassierten 2006 um bis zu 4,3 Prozent mehr als im Jahr 2005, erhob das Consulting-Unternehmen Neumann International. Die genauen Gehälter österreichischer Manager sind jedoch nach wie vor ein Tabuthema, über das nur äußerst ungern öffentlich gesprochen wird.

Die ganze Story lesen Sie im neuen NEWS

15.8.2007 17:31