Leichtes Aufatmen an Europas Börsen: Aktienmärkte schlossen mit festeren Kursen
- DAX schnellte binnen Minuten auf bis zu 3 % ins Plus
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Billionen-Verluste breiten sich über den Globus aus
·Milliarden-Spritzen der Notenbanken
EU & Berlin sehen keine Gefahr für Konjunktur
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ATX, DAX & Co - Laufend aktuelle Kurswerte
Leichtes Aufatmen an Europas Börsen: Nach der überraschenden Senkung des Diskontsatzes durch die US-Notenbank Fed schlossen die europäischen Aktienmärkte einheitlich mit festeren Kursen. Händler sagten allerdings, die Maßnahme der US-Währungshüter habe den Finanzmärkten nur kurzfristig etwas Beruhigung verschafft. Die strukturellen Probleme, die zur Kreditkrise geführt hatten, blieben bestehen.
Die einstimmig getroffene Entscheidung der US-Notenbank löste an den Börsen weltweit nach der jüngsten Talfahrt Erleichterung aus: Der deutsche Leitindex DAX schnellte binnen Minuten von einem knappen Minus auf bis zu drei Prozent ins Plus und schloss mit Gewinnen von 1,5 Prozent. Die zuletzt in Folge der US-Hypothekenmarktkrise arg gebeutelten Bankentitel legten besonders kräftig zu. Auch andere europäische Börsenbarometer sowie die Kurse an der Wall Street zogen an. Der Dollar reagierte zum Euro mit leichten Kursverlusten, für einen Euro bekam man zum Wochenschluss 1,35 Dollar.
Dax schnellte ins Plus
Die wichtigsten europäischen Aktienmärkte schlossen am Freitag mit einheitlich festeren Kursen. Die größten Aufschläge konnten die Börsen in London (plus 3,50 Prozent), Amsterdam (plus 2,45 Prozent) und Brüssel (plus 2,04 Prozent) verzeichnen. Insbesondere die jüngst stark gebeutelten Finanzwerte machten einen Teil ihrer kräftigen Verluste der vergangenen Tage wett.
Die Fed hatte den Diskontsatz - ein von der Zentralbank definierter Zinssatz, zu dem Banken Wechsel verpfänden können - angesichts der gestiegen wirtschaftlichen Unsicherheit überraschend von 6,25 auf 5,75 Prozent gesenkt. Die verschlechterten Kreditbedingungen und die gestiegene Unsicherheit hätten das Potenzial, das Wirtschaftswachstum zu belasten, begründete sie ihre Entscheidung. Der wichtigere Leitzins (Satz für Tagesgeld/Fed Funds Rate) blieb jedoch unverändert bei 5,25 Prozent.
(apa/red)

