Donnerstag, 16. August 2007

Preistreiber Wohnung, Wasser und Energie: Juli-Inflation unverändert bei 2,1 Prozent

  • Auch Nahrungsmittel & Getränke treiben Preise hoch
  • Durchschnittliches Preisniveau seit Juli unverändert

Die Inflation verharrt in Österreich auf hohem Niveau: Im Juli 2007 lag die Jahresinflation bei 2,1 Prozent. Hauptpreistreiber waren einmal mehr die Ausgabengruppen "Wohnung, Wasser und Energie" sowie "Nahrungsmittel und alkoholfreie Getränke", die zusammen für etwa zwei Drittel der Inflation verantwortlich waren, teilte die Statistik Austria mit.

Die Grundbedürfnisse "Wohnen, Wasser und Energie" zählten auch im Juli zu den größten Preistreibern, diese Ausgabengruppe wurde im Jahresabstand um durchschnittlich 4,5 Prozent teurer. Haushaltsenergie verteuerte sich im Jahresvergleich um durchschnittlich 5,1 Prozent. Die Betriebskosten für Wohnungen stiegen um durchschnittlich 5,0 Prozent. Mehr als ein Fünftel der Jahresinflation geht auf das Konto der gestiegenen Ausgaben für "Nahrungsmittel und alkoholfreie Getränke", wo die Preise im Durchschnitt um 3,5 Prozent stiegen.

In der Gruppe "Verschiedene Waren und Dienstleistungen" (plus 2,8 Prozent) wurden im Jahresabstand insbesondere Versicherungen teurer. In der Ausgabengruppe "Restaurants und Hotels" stiegen die Preise im Durchschnitt um 2,8 Prozent. In Gruppe "Verkehr" gab es im Vergleich zum Juli 2006 nur geringfügige Veränderungen.

Der stärkste Inflationsdämpfer im Jahresvergleich war die Ausgabengruppe "Nachrichtenübermittlung", die durchschnittlich um drei Prozent weniger kostete. Am stärksten verbilligten sich Telefon- und Telefaxdienste (minus 3,1 Prozent), wobei die Grundgebühr für ein Mobiltelefon um 14 Prozent sank. Deutlich billiger waren auch die Kosten für Telefonapparate und Telefaxgeräte (zusammen minus 8,5 Prozent), Handys kosteten im Jahresabstand um zehn Prozent weniger.

Inflation in Eurozone gesunken
Die jährliche Inflationsrate der Eurozone ist im Juli leicht auf 1,8 Prozent gesunken. Wie das EU-Statistikamt Eurostat bekanntgab, gingen sowohl in der EU als auch in der Eurozone die Teuerungsraten gegenüber Juni um 0,1 Prozentpunkte zurück. In der EU betrug die durchschnittliche Inflation im Juli 2,0 Prozent.

Vor einem Jahr hatte die Teuerungsrate in beiden Wirtschaftsräumen noch 2,4 Prozent betragen. Die niedrigste Raten verzeichnete im Juli Malta, wo sich die Kaufkraft mit einer Deflation von 0,2 Prozent sogar erhöhte. Dahinter liegen Dänemark mit Teuerungsraten von 1,1 Prozent sowie Frankreich und Slowakei (je 1,2 Prozent).

Am höchsten ist die Inflation in Lettland mit 9,5 Prozent, Ungarn (8,3 Prozent) und Bulgarien (6,8 Prozent). Österreich meldete im Juli eine vorläufige Inflationsrate von 2,0 Prozent nach Brüssel, nach 1,9 Prozent im Juni. Vor allem die Gastronomie, Freizeit- und Kulturangebote und der Verkehr wirkten in der Eurozone im Juli preistreibend.

(apa/red)

16.8.2007 11:13