US-Immobilienkrise reißt die Börsen mit: Schwere Kurseinbrüche in Asien und Europa!
- Billionen-Verluste breiten sich über den Globus aus
·Milliarden-Spritzen der Notenbanken
EU & Berlin sehen keine Gefahr für Konjunktur
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ATX, DAX & Co - Laufend aktuelle Kurswerte
Die US-Immobilienkrise hält die internationalen Börsen weiterhin in Atem. Die Probleme am US-Hypothekenmarkt sorgen weiterhin für eine massive Verunsicherung der Marktteilnehmer. Die Leitbörsen haben im Verlauf der vergangenen Woche deutliche Kursabschläge verzeichnet. Schmerzliche Einbußen erlitten vor allem Asiens Börsen.
Der japanische Nikkei brach um fast neun Prozent ein, Hongkong gab um mehr als sechs Prozent nach. Der amerikanische Dow Jones Industrial verminderte sich im Wochenvergleich um etwa ein Prozent. Der französische CAC-40 ging ebenfalls um etwa ein Prozent zurück. Der deutsche DAX drehte erst zum Wochenausklang leicht ins Plus.
In den USA schüren enttäuschende Quartalszahlen des Einzelhändlers Wal-Mart Stores und der Baumarktkette Home Depot die Befürchtung, dass die Probleme am Immobilienmarkt die Kauffreudigkeit der US- Konsumenten schmälern könnten. Die Veröffentlichung von vereinzelt guten Wirtschaftsdaten oder mehrheitlich gute Unternehmenszahlen wurden von den Marktteilnehmern weiterhin kaum beachtet.
Die Anleger streben weltweit in sichere Anlagehäfen. Sowohl in der Eurozone als auch in den USA sorge die hohe Nachfrage nach sicheren Staatsanleihen für steigende Anleihepreise und somit sinkende Renditen. Die höhere Risikoaversion beziehungsweise die Zurückhaltung der Banken, einander kurzfristige Kredite am Geldmarkt zu gewähren, führte zu einem Anstieg der Euribor-Sätze.
Der Euro hat sich in den letzten Tagen gegenüber dem US-Dollar abgeschwächt. Belastet wurde die Währung von der Veröffentlichung von schwachen Wirtschaftsdaten aus der Eurozone sowie der jüngsten Liquiditätsversorgung der Kreditwirtschaft mit milliardenschweren Finanzspritzen durch die Europäische Zentralbank. (apa/red)

