Montag, 20. August 2007

Keine Pferderennen mehr in Magna Racino: "Andere Aktivitäten werden fortgesetzt"

  • Kurzes Statement des Managers veröffentlicht
  • Wirtschaftlicher Schaden durch Schließung 'erträglich'

Im Zusammenhang mit der Einstellung des Rennbetriebes im Pferdesportpark Magna Racino mit Saisonende 2007 hat die Stadtgemeinde Ebreichsdorf (Bezirk Baden) auf ihrer Homepage ein kurzes Statement von Manager Herbert Ripel veröffentlicht. "Sämtliche anderen Aktivitäten werden fortgesetzt", habe der Magna Racino-Geschäftsführer demnach im Gespräch mit Vbgm. Günter Czompo (S) versichert.

Außerdem würden seitens des Managements "weitere Gespräche geführt", so Ripel laut Stadtgemeinde. Czompo bestätigte, dass das Aus für den Rennbetrieb für die Gemeinde wirtschaftlichen Schaden bedeute, der sich aber "in erträglichem Maß" halte. Nach seinen Angaben wird künftig die Kommunalsteuer an Renntagen wegfallen. Zur Höhe machte der Ebreichsdorfer "Vize" keine Angaben.

Grundsteuer und Kanalabgaben blieben jedoch erhalten, so Czompo. Diese ständigen Einnahmen für die Gemeinde bezeichnete er auch als "Hauptbrocken".

Entertainment-Center bleibt geöffnet
Der Vizebürgermeister verwies noch vor der Veröffentlichung des Statements außerdem auf eine "mündliche Zusage" aus dem Magna Racino, wonach der Trainingsbetrieb auf der Anlage aufrecht bleiben und auch das Einstellen von Pferden weiterhin möglich sein soll. Ebenso sollen das Entertainment- und das "WIN-Center" mit seinen 150 Video Lottery Terminals sowie die Gastronomie geöffnet bleiben.

Für die NÖ Grünen ist das Aus für den Rennbetrieb im Magna Racino auch ein ökologisches Desaster. Der Schaden sei "unerträglich", stellte LAbg. Helga Krismer fest. Sie erinnerte daran, dass für die Errichtung der Rennbahn ein "uraltes riesiges Biotop" unwiederbringlich zerstört worden sei und frage sich, wer dafür jetzt die Verantwortung trage.

(apa/red)

20.8.2007 16:55