"Müssen jetzt weiterarbeiten": Altach hat nach Kantersieg über Kärnten nun etwas Luft
- Vorarlberger nach 4:1 nicht mehr Schlusslicht
- Kärntner nach guter erster Hälfte klarer Verlierer
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Der SCR Altach sei immer im Abstiegskampf, hatte Trainer Manfred Bender vor der Partie gegen Austria Kärnten gemeint. Durch den 4:1-Heimsieg zum Auftakt der 7. Runde der Fußball-Bundesliga am Freitagabend haben die Vorarlberger im direkten Duell mit einem weiteren Kandidaten für die unteren Tabellenregionen zwar wichtige drei Punkte geholt und sich vom Tabellenende auf den achten Platz verbessert, mit nur drei Punkten Vorsprung auf den Tabellenletzten Wacker Innsbruck aber erst einen kleinen Schritt getan.
"Die Rote Laterne abzugeben ist ein sehr gutes Gefühl, jetzt müssen wir weiterarbeiten", betonte Abwehrspieler Mario Bolter. Der hart erkämpfte zweite Saisonsieg kam nach einer schwachen ersten Hälfte (1:1) der Vorarlberger auch durch tatkräftige Mithilfe von Kärnten-Tormann Andreas Schranz zustande, der wie beim Ausgleich durch Schoppitsch auch beim Führungstreffer durch Mattle keine gute Figur gemacht hatte.
Kärnten-Trainer Walter Schachner war dementsprechend sauer und klagte, dass man gegen den Letzten nicht so auftreten dürfe. Positiv sei nur die Leistung von Mittelfeldspieler Alexander Hauser und Defensivmann Christian Prawda gewesen, die eine "Talentprobe" abgelegt hätten. "Es ist ein Wahnsinn, so ein Spiel noch aus der Hand zu geben. Ich habe keine Erklärung dafür. Wir haben aus drei Standards drei Tore bekommen, da sind wir sehr anfällig", erklärte der 23-jährige Hauser, der bei den verletzungsbedingt stark dezimierten Kärntnern für Marcel Ketelaer (Riss des Syndesmosebandes) eingelaufen war.
Altach-Kapitän Kai Schoppitsch, ein Kärntner im Dienste der Vorarlberger, freute sich über seinen (etwas glücklichen) Treffer und konnte den Methoden von Trainer Bender, die zuletzt bei einigen Spielern nicht gut ankommen waren, durchaus Positives abgewinnen: "Mir ist egal, ob es ein Tormannfehler war, wichtig ist, dass er drinnen war. Unser Trainer probiert Reize zu setzen, um uns etwas zu provozieren, damit wir dann auf dem Platz aggressiv sind. Ich glaube, dass wir damit noch Erfolg haben werden".
Der angesprochene Coach kommentierte seine etwas umstrittene Trainingslehre so: "Wenn es zu ruhig wird, muss man etwas machen." Zumindest gegen die Kärntner, die nun einen Punkt hinter den Vorarlbergern auf Rang neun liegen, hatten der Deutsche damit Erfolg.
(apa/red)
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