Mittwoch, 15. August 2007

Federer nahm sich Agassi zum Vorbild: "Ich
denke, ich kann auch spielen bis ich 35 bin"

  • Schweizer hat keine Eile bei Suche nach Coach
  • 26-Jähriger will unbedingt bei Olympia '12 mitspielen

Roger Federer hat sich Andre Agassi zum Vorbild genommen. "Ich denke, dass ich spielen kann, bis ich 35 bin", sagte der 26-jährige Dominator des Herren-Tennis' am Rande des ATP- Masters-Serie-Turniers in Cincinnati. Agassi hatte 2006 nach 20 Jahren Profitennis als 36-Jähriger seinen Abschied gegeben. Bei der Suche nach einem neuen Coach hat Federer nach der Trennung von Tony Roche indes keine Eile.

Mit dem Australier hatte Federer sechs seiner elf Grand-Slam-Siege eingefahren und ist seitdem alleine unterwegs. "Ich bin noch nicht sicher, was genau ich will. Einen, der herumrennt und mir die Bälle aufhebt, einen, der mir Anweisungen gibt, oder einen, der mit mir elf Monate im Jahr mitreist. Aber ich bin zufrieden, wie es derzeit ist und werde nicht einen Trainer für nur einen Monat ausprobieren. Es muss der Richtige sein", sagte Federer und deutete an, dass die Suche durchaus bis zu den Australian Open am Jahresbeginn 2008 dauern könne.

Ob mit oder ohne Coach, der seit 1998 auf der Profi-Tour spielende Federer will dem Tennis-Zirkus jedenfalls fast noch ein knappes weiteres Jahrzehnt erhalten bleiben und auf jeden Fall bei Olympia 2012 in London mitspielen. "Das müsste sich ausgehen, ich werde dann knapp 31 Jahre alt sein", sagte der Schweizer.

Seine Karriere-Planung sehe aber durchaus auch Leistungssport bis zum 35. Lebensjahr vor. "Ich hoffe, dass ich wie Andre Agassi gegen mehrere Generationen spielen kann. Ich habe gegen ihn gespielt, jetzt trete ich gegen einen Nadal an und irgendwann wird die nächste Generation auf mich warten", sagte Federer.

(apa/red)

15.8.2007 12:38