Mirna Jukic holt Bronze: Bereits 8 Medaillen
für Österreich bei Universiade in Bangkok
- 21-jährige Schwimmerin erfolgreich in 100m Brust
- Negativ-Schlagzeilen: Athleten unter Dopingverdacht
·Universiade: Gold für Fabienne Nadarajah!
Wienerin holt in Bangkok
Sieg über 50 m Delfin
·Universiade: Wieder Gold für Österreich!
Leichtathlet Mayer siegt im Diskus-Wettbewerb
·Universiade: Brandl mit 800-m-Rekord
Erster österreichischer Krauler unter 8 Minuten
·Markus Rogan holt Gold bei Universiade!
Überlegener Sieg über 200m Rücken-Distanz
Bisher sechs Wettkampftage bei der Sommer-Universiade in Bangkok haben Österreichs Studentensportlern bereits acht Medaillen gebracht. Neben drei Mal Gold und zwei Mal Silber holten die Schwimmerin Mirna Jukic über 100 m Brust sowie Judoka Hilde Drexler in der Klasse bis 63 kg die Bronze-Medaillen Nummer zwei und drei.
Die durch Jukic errungene fünfte Schwimm-Medaille war besonders erfreulich, nachdem die 21-Jährige über 200 m Brust Vierte geworden war. Mehr als der dritte Rang bedeutet aber die Zeit der Wienerin von 1:08,53 Minuten, womit sie ihren am 10. Juni 2003 beim Mare-Nostrum-Meeting in Monte Carlo fixierten bisherigen OSV-Rekord um 9/100 Sekunden verbesserte. "Nach so langer Zeit meine Bestzeit zu verbessern,", sagte Jukic, "das gibt mir sehr viel."
Vor nicht einmal einem Jahr war die Ex-Europameisterin wieder ins Training eingestiegen, nachdem sie Pfeiffer'sches Drüsenfieber zu einer sechs Monate langen Pause gezwungen hatte. Und nun war sie ein Jahr vor Olympia schneller als je zuvor. Jukic: "Mein Körper hat einfach nicht mehr mitgemacht, ich habe die Auszeit gebraucht." Über 200 m Brust ist sie indes auch bis auf 28/100 an ihren OSV-Rekord vom Juni 2003 herangekommen.
Das Rennen hatte Jukic bei der Halbzeit noch angeführt, musste sich der Japanerin Nanaka Tamura letztlich nur um zwei Zehntel und der Australierin Sarah Katsoulis um 11/100 geschlagen geben. "Aber der Platz ist mir nicht so wichtig", erläuterte die SC-Austria-Wien-Athletin. "Wenn ich mit dieser Zeit Achte geworden wäre, wäre ich auch zufrieden gewesen." Denn aus dieser Marke nimmt sie nun ihre Motivation für die nächste, die Olympia-Saison.
Für den zehnten österreichischen Schwimm-Rekord bei diesen Titelkämpfen sorgte David Brandl über 1.500 m Kraul. In 15:19,43 Minuten belegte er Rang fünf und verbesserte die am 30. Juli 2000 bei der Jugend-EM in Dünkirchen durch Hannes Kalteis aufgestellte OSV-Bestmarke um 1,98 Sekunden. Damit bilanzierte Brandl mit drei Rekorden, wobei er auch über 400 m Kraul mit 3:50 und über 800 m Kraul mit 8 Minuten Barrieren durchbrochen hatte.
"David ist hier einfach sensationell geschwommen", jubilierte sein Trainer Helge Gödecke. Brandls Trainingskollege Dominik Koll laboriert hingegen mittlerweile an einer Grippe, nachdem er schon nicht fit und nur wegen der 4x200-m-Kraulstaffel angereist war. Sein Staffel-Kollege Florian Janistyn belegte übrigens über 1.500 m in für ihn guten 15:34,94 Minuten Rang zehn.
Nicht zufrieden konnte Coach Robert Michlmayr mit Fabienne Nadarajah sein, allerdings nur am Schlusstag. Nach ihren ausgezeichneten Leistungen mit Rang vier über 50 m Rücken und dem Titelgewinn über 50 m Delfin schlug die 22-Jährige über 50 m Kraul in 26,05 Sekunden an, das war einige Zehntel langsamer als erhofft. "Das war nicht optimal,", meinte Michlmayr, "auch die Schwimm-Phase." Birgit Koschischek wurde in 26,54 Vorlauf-23.
Judoka Hilde Drexler behielt im entscheidenden Kampf gegen die Kanadierin Jennie Bonsanz die Nerven, die 23-Jährige von Colop Samurai Vienna gewann mit Ippon und sicherte sich somit Bronze. Vor Jukic und Drexler hatten Markus Rogan (Gold, Silber), Nadarajah (Gold), Diskuswerfer Gerhard Mayer (Gold), Schützin Regina Time (Silber) und Jördis Steinegger (Bronze) Medaillen geholt. Benjamin Siart kam im Hammwurf auf Rang zehn (67,47 m).
(apa/red)
