Opferzahl auf 400 angestiegen: Suche nach Überlebenden der Attentate eingestellt!
- Mehrere Fahrzeuge in Dörfern zur Explosion gebracht
- Über zwei Tonnen Sprengstoff wurden eingesetzt

Bei den Anschlägen im Nordirak sind nach Angaben eines hochrangigen Vertreters des irakischen Innenministeriums mehr als 400 Menschen getötet worden. Das Innenministerium erklärte weiters, bei den Bombenexplosionen seien zwei Tonnen Sprengstoff eingesetzt worden. Wie die US-Armee mitteilte, wurde die Suche nach Überlebenden aufgegeben.
Die Einzelheiten der Anschlagserie, es war das schwerste Attentat seit Beginn des Irak-Krieges im März 2003, blieben weiter offen. Den Ermittlungen zufolge seien die Attentate in beiden Dörfern offenbar mit jeweils zwei Müllfahrzeugen verübt worden, die mit Sprengsätzen vollgepackt gewesen seien, so das Militär. Zunächst war von bis zu fünf Selbstmordattentaten mit Tankfahrzeugen die Rede gewesen. Der irakischen Armee sei es zudem gelungen, eines der vier Fahrzeuge zu stoppen. Soldaten erschossen demnach den Fahrer, bevor er das Dorf Al-Jazeera erreichte. In dem Ort Kahtaniya seien dagegen beide Anschläge gelungen.
Anschlag galt Jesiden
Die Attentate galten der religiösen Minderheit der Jesiden, die in dem abgelegenen Gebiet westlich von Mossul lebt. Hunderte Häuser seien dabei dem Erdboden gleichgemacht und ganze Familien ausgelöscht worden.Die USA verdächtigen die radikal-muslimische Organisation Al-Kaida, die Attentate verübt zu haben.
Bei einem weiteren Anschlag, der Explosion einer Autobombe in einem belebten Geschäftsviertel in Bagdad, sind am Donnerstag zudem mindestens neun Menschen getötet und 17 verletzt worden. Das Auto war nach Polizeiangaben auf einem Parkplatz in der Nähe von mehreren Geschäften abgestellt. Ein siebengeschoßiges Gebäude geriet in Brand, Rauch verbreitete sich. (apa/red)
