Sonntag, 19. August 2007

Forum Alpbach: Heute erfolgt in Tirol
der Startschuss für die Reformgespräche

  • Tagung über "Emerging Markets" im Mittelpunkt
  • Mit Franz Fischler, Josef Pröll & Christoph Matznetter

Den "Emerging Markets", den dynamischen Schwellenländern in Asien, Osteuropa oder Lateinamerika, widmen sich die heute beginnenden Reformgespräche des Europäischen Forums Alpbach.

Diese Länder außerhalb der so genannten "Triade" der klassischen Industriestaaten (Nordamerika, Europa, Japan), sind aber nicht nur "Märkte", sondern auch "Partner" - und äußerst heterogene noch dazu. Wie kann die eine Seite von der anderen lernen und wie verträgt sich die politische und moralische Seite von Entwicklungstransfers mit den jeweiligen wirtschaftlichen Interessen? Und was sind die Erfolgsfaktoren für unternehmerisches Engagement in ehemaligen Entwicklungs- oder staatssozialistischen Ländern? Fragen wie diese werden die Tagung in dem Tiroler Kongressdorf bewegen.

Wissenschaftler, Politiker und Sozialpartner widmen sich damit einer Facette des heurigen Alpbach-Generalthemas - der "Emergenz", also der Entstehung von Neuem. Wobei das Interesse nicht nur wirtschaftlichen Erfolgsstories wie China gilt. Auf den Prüfstand gestellt wird auch das Konzept der europäischen/Entwicklungszusammenarbeit, deren Mittelausstattung und deren Ziele. Ein Länderschwerpunkt ist am Dienstag der Ukraine gewidmet, einem nur wenige hundert Kilometer entfernten "emerging market".

Als Teilnehmer am Podium und in den Arbeitskreisen werden u.a. der frühere EU-Kommissar Franz Fischler, Umweltminister Josef Pröll (V), Finanzstaatssekretär Christoph Matznetter (S) sowie die Sozialpartnerpräsidenten Christoph Leitl (WKÖ) und Rudolf Hundstorfer (ÖGB) erwartet. Auch Post-General Anton Wais hat sich angesagt. Für die abschließende politiklastige "Elefantenrunde" am Mittwoch soll EU-Energiekommissar Andris Piebalgs nach Triol kommen.

(APA/red)

19.8.2007 22:28