Donnerstag, 16. August 2007

FORMAT: Kasachstans Ex-Botschafter wird erpresserische Entführung vorgeworfen

  • Republik Kasachstan brachte Strafanzeige ein
  • Bis zu 20 Jahren Haftfür "Erpresserische Entführung"

Die kasachische Regierung wird im Auftrag des Staatspräsidenten Nursultan Nasarbajew den früheren Botschafter Rakhat Aliyev bei der Staatsanwaltschaft Wien wegen des Verdachts der erpresserischen Entführung anzeigen. Dies berichtet das Wirtschaftsmagazin FORMAT in seiner am Freitag erscheinenden Ausgabe.

Das Landesgericht für Strafsachen lehnte die von der Hauptstaatsanwaltschaft der Republik Kasachstan begehrte Auslieferung Aliyevs in der Vorwoche ab. "Sämtliche von kasachischer Seite vorgelegten Dokumenten seien inhaltlich falsch bzw. manipuliert", heißt es in dem FORMAT exklusiv vorliegenden Gerichtsbeschluss vom 7. August 2007.

Die kasachische Regierung gibt sich aber nicht geschlagen, wie deren Rechtsberater Wolfgang Moringer gegenüber FORMAT betont. "Wir werden eine Sachverhaltsdarstellung bei der Staatsanwaltschaft Wien einbringen. Darin werfen wir Herrn Aliyev erpresserische Entführung vor." Ein Verstoß gegen Paragraph 102 Strafgesetzbuch müsse auch in Österreich verfolgt werden, meint Moringer. "Österreich wird verpflichtet sein, ein Verfahren einzuleiten." Erpresserische Entführung wird mit zwischen zehn und 20 Jahren Gefängnis bestraft. Für Aliyev gilt jedenfalls die Unschuldsvermutung.

Lesen Sie mehr zu dieser Geschichte in der kommenden FORMAT-Ausgabe!

(apa)

16.8.2007 12:45