Donnerstag, 16. August 2007

Gewerkschaftsplan offensiv vs. Burn-Out: Kürzere Arbeitszeiten mit '40-40-40-Formel'

  • 40 Jahre, 40 Wochen/Jahr und 40 h/Woche gefordert
  • Katzian: "Überstunden sollen eingedämmt werden!"

Mit der Formel 40-40-40 hat der Vorsitzende der Gewerkschaft der Privatangestellten und Drucker (GPA-DJP), Wolfgang Katzian (S), einen radikalen Vorschlag zur Arbeitszeitverkürzung vorgelegt. Die Formel bedeutet 40 Jahre arbeiten, 40 Wochen pro Jahr und das - inklusive Überstunden - maximal 40 Stunden pro Woche. Die Umstellung solle bei vollem Lohnausgleich erfolgen, meint Katzian in der "Presse".

Katzian sieht seine Überlegungen auch als eine Antwort auf die wachsende Zahl an berufstätigen Menschen, die an Burn-out-Syndrom leiden, und die größer werdende Zahl an Invaliditätspensionen. Er erwarte sich vor allem durch die geringere Jahresarbeitszeit, dass damit die Zahl der Krankenstände und krankheitsbedingten Frühpensionierungen zurückgehe.

Bei der maximalen Arbeitszeit von 40 Stunden pro Woche will der Gewerkschafter nicht an geltende kollektivvertraglichen Regelungen über kürzere Wochen-Arbeitszeiten rütteln, sondern vielmehr solle die tatsächliche Arbeitszeit inklusive Überstunden die 40-Stunden-Marke pro Woche nicht übersteigen. Im Klartext: Überstunden sollen eingedämmt werden. (apa)

16.8.2007 09:35