Neue Diabetes-Arznei: EU beabsichtigt 3. Medikament mit Inkretin-Prinzip zuzulassen
- Tabletten eignen sich ideal für Kombinations-Therapie

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Verbindung von Diabetes & Morbus Crohn entdeckt
Bald dürfte in der EU das dritte Diabetes-Medikament geben, das als Wirkprinzip in den sogenannten Inkretin-Mechanismus eingreift. Der zuständige wissenschaftliche Ausschuss der Arzneimittelagentur EMEA (CHMP) hat ein positives Gutachten zu der Substanz Vildagliptin ("Galvus") des Schweizer Pharmakonzerns Novartis mit einer Empfehlung für die Zulassung abgegeben, teilte das Unternehmen in einer Aussendung mit.
Bisher gibt es die Substanzen Exenatide ("Byetta"/EliLilly) und Sitagliptin ("Januvia"/MSD). Ersteres ist eine Substanz, die wie das körpereigene Glucagon-Like-Peptide-1 (GLP1) wird und injiziert werden muss. Es steigert die körpereigene Insulinfreisetzung. Sitagliptin verhindert jedoch als Hemmstoff des Enzyms Dipeptidyl-Peptidase-4 (DPP4) den Abbau des körpereigenen GLP1.
Schlucken gegen Diabetes
Dieses Medikament gibt es in Tablettenform. Vildagliptin wirkt auf dem selben Weg wie Sitagliptin und kann mit den am häufigsten verwendeten sonstigen oralen Antidibetika kombiniert werden. Ein Vorteil der neuen Medikamente liegt darin, dass sie allein das Risiko für eine Unterzuckerung (Hypoglykämie) nicht erhöhen. (APA/red)
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