"Ich zog die Notbremse!": Christina Lugner
im ersten Interview nach der Scheidung!
- In NEWS über ihre Ehe & die Angst um ihre Tochter
- Über ihr Mausi-Image: "Von der Frau zum Nagetier"
Eine weit ausladende Panorama-Terrasse inmitten der Döblinger Weinberge, das Haus von guten Freunden. Dort, wo einander Stadt und Land sanft überlappen, versucht auch Christina Lugner mit 42 Jahren endlich Frieden zu machen. Mit ihrer Ehe, aus der sie nach Jahren starrer Abreisebereitschaft nun tatsächlich flüchtete. Mit dem Mann, der sie justament im Zeitalter des Salon-Feminismus zum Mausi beförderte. Mit ihrem Leben als gnadenlosem Klischee ihrer selbst, gefangen irgendwo zwischen sexy und Hexi, zwischen Bussi und Tussi.
NEWS: Frau Lugner ist es eigentlich noch korrekt, Sie mit diesem Namen anzusprechen?
Lugner: Mein Name ist Lugner. Christina Lugner. So werde ich weiter heißen. Die Alternative wäre, meinen Mädchennamen Haidinger anzunehmen, doch das will ich nicht. Dass meine Mutter mit mir und vor exakt 28 Jahren mit meiner Schwester gebrochen hat, tut sehr, sehr weh. Aber wenn ein Mensch, den du liebst, mit dir bricht, musst du irgendwie damit fertig werden. Ich muss dieses Kapitel abschließen. Es gibt jetzt so viele Dinge, die ich erst langsam ordnen muss, um sie emotional zu bewältigen: 17 Jahre Partnerschaft, die prägen einen Menschen, das kann man nicht weg leugnen. Und wenn man zurückblickt, überwiegen in solchen Situationen meistens die positiven Erinnerungen.
NEWS: Sie und Richard war das Liebe auf den ersten Blick? Was faszinierte Sie anfangs an diesem Mann?
Lugner: Ich habe mich als 23-jährige Frau in seine Lausbubenhaftigkeit verliebt. Er war ein stattlicher Mann, spontan und doch verlässlich. Ein starker Partner. Auch meine Eltern hatten einen Altersunterschied von 21 Jahren, das hat mich womöglich geprägt. Rückblickend denke ich mir, dass ich in ihm vielleicht auch eine Vaterfigur suchte doch mit den Jahren wuchs die Entfremdung.
NEWS: Warum?
Lugner: Als ich ihn damals kennen lernte, gab es gottlob nur die Baufirma, die Garagen und unsere Immobilien. Die Firma sperrte freitagnachmittags, und wir hatten das Wochenende für uns. Dann kam die Lugner City, und unser Samstag ging. Dann kam das Kino, und der Sonntag ging. Ich war immer mehr seine berufliche Partnerin, immer weniger sein Lebensmensch.
NEWS: Und dann begann es trotz paritätischen Erfolgs in der Beziehung zu krieseln?
Lugner: Es ist schwierig bis unmöglich, mit ihm zu diskutieren, wenn er sich etwas in den Kopf gesetzt hat. Und er hatte sich nach seinem Achtungserfolg bei den Präsidentenwahlen in den Kopf gesetzt, auch bei den Nationalratswahlen zu kandidieren. Ich wollte absolut nicht, aber ich musste. Weil er der Promotion der Firma alles unterordnete alles. Arbeit geht vor war sein Leitspruch. Das hat mich erschreckt, denn eigentlich sollte immer die Familie vorgehen. Diese Zeit war für mich und Jacqueline unsagbar brutal sie war damals ja gerade einmal fünf Jahre alt.
NEWS: Man hat den Eindruck, dass Ihre Tochter auch heute noch vorgeführt wird wie eine Zirkusattraktion und dabei nicht übertrieben glücklich wirkt.
Lugner: Deswegen habe ich auch gesagt: Besser ein Ende mit Schrecken als ein Schrecken ohne Ende. Um Gottes willen, nur kein Rosenkrieg! Jacqueline hat unglaublich gelitten. Das Wochenende, Beachvolleyball am Wörthersee ich wäre dort niemals mit ihr hingefahren und wollte auch nicht, dass Richard sie mitnimmt. Doch ich konnte mich nicht durchsetzen.
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