Mittwoch, 8. August 2007

Schriftstellerin und Journalistin Isabel Allende über Ihr Leben

Isabel Allende (geboren am 2. August 1942 in Lima, Peru) ist eine chilenische Schriftstellerin und Journalistin. Sie ist verwandt mit dem früheren chilenischen Präsidenten Salvador Allende und der Politikerin Isabel Allende.
Sie ist heute eine der bekanntesten Schriftstellerinnen der Welt und verkaufte über 35 Millionen Exemplare in 27 verschiedenen Sprachen.

Lebenslauf

1942
Isabel Allende wird am 2. August als erstes Kind von Tomás Allende und Francisca Llona in Lima (Peru) geboren.
1945
Trennung der Eltern. Die Mutter kehrt mit ihren drei Kindern – Isabel, Pancho und Juan – nach Santiago de Chile zurück. In dem Haus des Großvaters verbringt Isabel Allende einen großen Teil ihrer Kindheit.
1953
Umzug der Mutter mit ihrem Lebensgefährten, einem chilenischen Diplomaten, und ihren Kindern nach La Paz (Bolivien).
1956
Umzug der Familie nach Beirut, wo sie bis 1958 lebt. Rückkehr nach
Santiago de Chile.
1960
Isabel Allende wird Mitarbeiterin des Informationsdienstes der FAO, der UNO-Organisation für Ernährung und Landwirtschaft. Moderation einer wöchentlichen Fernsehsendung über die Weltkampagne gegen den Hunger.
1962
Heirat mit dem Bauingenieur Michael Frías.
1963
Geburt der Tochter Paula.
1965
Studienaufenthalt in Genf und Brüssel.
1966
Mehrmonatige Reise durch Europa. Rückkehr nach Chile und Geburt des Sohnes Nicolás.
1968
Redakteurin der einzigen feministischen Zeitschrift Chiles, Paula, und Herausgeberin der Kinderzeitschrift Mampato in Santiago de Chile bis 1975.
1970
Ihr Onkel Salvador Allende wird Präsident der Unidad-Popular-Regierung in Chile.
1971
Uraufführung ihres Theaterstücks El Embajador (Der Botschafter) im Teatro Petit Rex in Santiago de Chile.
Ihre musikalische Revue Café-Konzert wird mit großem Erfolg aufgeführt.
1972
Moderation verschiedener Sendungen im chilenischen Fernsehen bis 1975, wie z.B. Conversando con Isabel Allende (Im Gespräch mit Isabel Allende) sowie Interviews, Reportagen und Diskussionsrunden.
1973
Uraufführung ihres Theaterstücks La Balada de Medio Pelo (Die Ballade vom halbseidenen Aufstieg) im Teatro El Túnel in Santiago de Chile.
Aufführung ihres Stückes Yo soy la Tránsito Soto (Ich bin Tránsito Soto) im Teatro Opera sowie im Casino von Vina del Mar.
Militärputsch General Pinochets am 11. September. Salvador Allende stirbt im Präsidentenpalast.
1974
Herausgeberin der chilenischen Filmzeitschriften Cine/Ellas und Cine-Revista. Es erscheinen ihre Kinderbücher Lauchas, Lauchones, Ratas y Ratones (Kleine Mäuse und große Mäuse, Ratten und Riesenratten) und La Abuela Panchita (Großmutter Panchita) sowie eine Sammlung humoristischer Pressechroniken mit dem Titel Civilice a su Troglodita (Zähme deinen Troglodyten), welche die diversen Spielarten des Machismo aufs Korn nimmt.
1975
Uraufführung ihres Stücks Los siete espejos (Die sieben Spiegel) im Theater des Französischen Kulturinstituts (Sala Molière) in Santiago de Chile.
Beginn des Exils in Caracas, Venezuela, wo sie diverse Tätigkeiten ausübt, um den Lebensunterhalt zu sichern. Sie arbeitet bis 1984 unter anderem als Kolumnistin für die Tageszeitung El Diario Nacional de Caracas.
1981
Tod ihres Großvaters. Isabel Allende schreibt ihm einen langen Brief, der zur Keimzelle ihres ersten Romans wird.
1982
erscheint ihr erster Roman La casa de los espíritus (dt. Das Geisterhaus, 1984), der zu einem Welterfolg wird.
1984
erscheint ihr zweiter Roman De amor y de sombra (dt. Von Liebe und Schatten, 1986)
sowie die Kindergeschichte La Gorda de Porcelana (Die Dicke aus Porzellan). Isabel Allende wird von BuchMarkt und Buchreport zum Autor des Jahres und Das Geisterhaus zum Buch des Jahres gewählt.
1986
Isabel Allende wird nochmals von BuchMarkt zum Autor des Jahres und Von Liebe und Schatten zum Buch des Jahres gewählt.
1987
erscheint der Roman Eva Luna (dt. Eva Luna, 1988). Scheidung von Michael Frías.
1988
Heirat mit dem Rechtsanwalt William Gordon in San Francisco.
1989
erscheint die Erzählsammlung Los cuentos de Eva Luna
(dt. Geschichten der Eva Luna, 1990).
Aufnahme in die chilenische Academia de la Lengua.
1991
erscheint ihr vierter Roman El plan infinito (dt. Der unendliche Plan, 1992).
Verleihung der Ehrenprofessur der Universität Chile und der Ehrendoktorwürde der New York State University.
Akute Erkrankung ihrer Tochter Paula am 6. Dezember in Madrid aufgrund einer genetisch
bedingten Stoffwechselkrankheit, der Porphyrie, die durch das Fehlen eines Enzyms entsteht.
1992
Paula stirbt am 6. Dezember in Kalifornien.
1993
Das Geisterhaus wird von dem renommierten dänischen Regisseur Bille August in großer
Starbesetzung verfilmt.
1994
Isabel Allende wird der Preis Gabriela Mistral überreicht, die höchste kulturelle
Auszeichnung Chiles.
Verleihung der Ehrendoktorwürde des Bates College und des Dominican College.
Aufnahme in die Marin Women‘s Hall of Fame. Desgleichen erhält sie den französischen
Ordre des Arts et des Lettres.
Von Liebe und Schatten wird von Betty Kaplan verfilmt.
Im November erscheint in Spanien Paula (dt. Paula, 1995).
1997
erscheint in Spanien Afrodita. Cuentos, recetas y otros afrodisiacos (dt. Aphrodite – Eine Feier der Sinne. 1998).
1999
erscheint Hija de la Fortuna – im selben Jahr die deutsche Übersetzung: Fortunas Tochter.
2001
Retrato en Sepia, die deutsche Ausgabe Portrait in Sepia erscheint September 2001.
2002
erscheint weltweit ihr Abenteuerroman La ciudad de las Bestias; die deutsche Ausgabe erscheint unter dem Titel Die Stadt der wilden Götter.
2003
Im Reich des Goldenen Drachen. Roman.
2004
Im Bann der Masken. Roman.
Isabel Allende - Mein Leben, meine Geister
Gespräche mit Celia Correas Zapata.
2005
Veröffentlichung des Romans „Zorro“ (dt. Zorro), in dem sie das Leben des Edelmannes Diego De La Vegas schildert, der als Zorro gegen das Böse in seiner Heimat kämpft.

Lesungen:

Inés meines Herzens
Deutsche Lesung: Hannelore Hoger
Isabel Allende, Lesung
16.09.2007 12:00 Uhr
Haus der Berliner Festspiele
Schaperstrasse 24
10719 Berlin

Inés meines Herzens
Deutsche Lesung: Hannelore Hoger
Isabel Allende, Lesung
17.09.2007 20:00 Uhr
Universitätsbibliothek Albertina
Beethovenstr. 6
04107 Leipzig

Inés meines Herzens
Deutsche Lesung: Hannelore Hoger
Isabel Allende, Lesung
18.09.2007
Musikverein Wien 
Brahmsaal 
Bösendorferstr. 12,1010 Wien

Inés meines Herzens
Deutsche Lesung: Hannelore Hoger
Isabel Allende, Lesung
19.09.2007 20:00 Uhr
Ludwig-Maximilian-Universität
Große Aula
Geschwister-Scholl-Platz 1
80539 München


Links:

Offizielle Website von Isabelle Allende

Buchlink: Aphrodite. Eine Feier der Sinne

Buchrezension: Isabel Allende - Die Stadt der wilden Götter

Lesseprobe: Zorro

Leseprobe: Das Geisterhaus


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Quelle:
Suhrkamp

8.8.2007 16:51