Richterin gibt Antrag statt: Refco-Prozess um fünf Monate auf März 2008 verschoben
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- Refco-Führung soll die Bilanz manipuliert haben
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Der Refco-Prozess gegen die frühere Führungsspitze des insolventen US-Brokers wird um fünf Monate verschoben. Ex-Refco-Chef Phillip Bennett und zwei weitere frühere Refco-Manager müssen erst ab 17. März 2008 vor Gericht stehen. Die New Yorker Richterin Naomi Buchwald gab einem diesbezüglichen Antrag von Bennett statt, berichtete die US-Nachrichtenagentur Bloomberg.
Die Refco-Pleite im Herbst 2005 führte in Folge zum Auffliegen des BAWAG-Skandals. Die BAWAG war zeitweise an Refco beteiligt, der erfolglose Spekulant Wolfgang Flöttl führte Spekulationen mit BAWAG-Geldern über Refco durch. Ein Blitzkredit des BAWAG-Vorstands an Bennett im Oktober 2005 in Höhe von 350 Mio. Euro löste weitere Nachforschungen über die Geschäftsbeziehungen aus.
Der früheren Refco-Führung wird vorgeworfen, hunderte Millionen Dollar Schulden durch Bilanzmanipulationen als Forderungen verbucht zu haben und dadurch die Bilanzen geschönt zu haben. Als die mutmaßlichen Transaktionen im Herbst 2005 kurz nach dem Börsegang an der Wall Street aufflogen, ging die Firma in Konkurs.
Bennett, Tone Grant und der frühere Finanzchef Robert Trosten sind gegen Kaution auf freiem Fuß. Sie werden der Irreführung von Investoren beschuldigt, alle plädieren auf unschuldig. Die Refco-Pleite war die fünfzehntgrößte Insolvenz der US-Wirtschaftsgeschichte mit Verbindlichkeiten von 16,8 Mrd. Dollar (12,18 Mrd. Euro).
(apa)
