Neuer "Schwarzer Freitag" an den Börsen:
Kursstürze in Europa, Asien und den USA
- Börsen reagieren nach US-Hypothekenkrise nervös
- Auch Wiener Börse bekommt Baisse zu spüren
Angesichts der US-Hypothekenmarktkrise herrscht an den internationalen Finanzmärkten Nervosität. Der Leitindex ATX rutschte allein in dieser Woche um rund vier Prozent ab. Erwischt hat es vor allem im Export starken Industrieunternehmen. Auch die übrigen europäischen, die asiatischen und die US-Börsen schlitterten ins Minus.
"Der Markt ist gehörig unter Druck", meinte ein Händler. Investoren befürchten vor allem, dass es angesichts der US-Hypothekenmarktkrise für Schuldner niedriger Bonität zu einem Engpass bei der Kreditversorgung kommen könnte, hieß es von einem Marktbeobachter.
Mit Voestalpine, Wienerberger, Andritz und A-Tec haben eine Reihe namhafter ATX-Unternehmen diese Woche über zehn Prozent an Wert verloren. Glimpflich davon gekommen sind dagegen die Banken und auch die Immobilienunternehmen. Die A-Tec-Aktie fiel diese Woche um fast 15 Prozent. Sichtbar dazugewonnen haben diese Woche nur der Verbund mit über vier Prozent und Raiffeisen International mit etwa einem Prozent Wochenplus.
Auch die asiatischen Börsen verbuchten kräftige Verluste. In Tokio, Seoul, Hongkong, Schanghai und Singapur kam es nach Berichten von Händlern zu panikartigen Verkäufen. Den schärfsten Kursabfall in Asien gab es an der Börse in Seoul, wo der Kospi um vier Prozent auf 1.832,08 Punkte einbrach. Der All Ordinaries Index in Sydney fiel deutlich um 3,60 Prozent auf 5.965,2 Einheiten.
Die Wall Street hat angesichts der ausufernden amerikanischen Hypotheken-, Bau- und Immobilienmarktkrise zum Auftakt des Handels ihre Talfahrt fortgesetzt. Es gab erhebliche Kursverluste auf breiter Front. Der Dow-Jones-Index fiel in der ersten 40 Minuten des Handels um 0,87 Prozent auf 13.175,32 Punkte, nachdem das Börsenbarometer am Vortag fast drei Prozent an Wert verloren hatte.
(apa/red)

