Freitag, 10. August 2007

Wer Karriere macht, ist zufriedener: Ein- kommen macht Belastungen mehr als wett

  • AK-Arbeitsklimaindex: Auch Gesundheit betroffen
  • Nicht-Führungskräfte nur zu 57 Prozent zufrieden

Wer Karriere macht, ist wesentlich zufriedener als andere Beschäftigte. Vor allem das höhere Einkommen und die größeren Handlungsspielräume machen die Belastungen durch Stress mehr als wett. Auch gesundheitlich geht es den Managern besser, geht aus dem neuen Arbeitsklima-Index der Arbeiterkammer Oberösterreich hervor.

Führungskräfte zeigten sich in der Sonderauswertung zu 76 Prozent "sehr" oder "ziemlich zufrieden", bei Nicht-Führungskräften waren es nur 57 Prozent. Mit ihrem Handlungsspielraum zufrieden zeigten sich 83 Prozent der Manager, aber nur 69 Prozent der Arbeitnehmer ohne Leitungsfunktion, erklärte die AK OÖ. vor Journalisten.

Die Gruppe der Führungskräfte umfasst in Österreich rund 480.000 Personen. Der "typische" Vorgesetzte ist im Schnitt 42 Jahre alt und männlich. Rund 40 Prozent der Leitungspersonen sind über 45 Jahre alt, lediglich 25 Prozent sind jünger als 35 Jahre. Frauen besetzen nur 30 Prozent der Führungspositionen.

Nach Branchen am zufriedensten sind Führungspersonen im Geld- und Versicherungswesen sowie der Immobilien- und EDV-Branche. Manager in Interessenvertretung, Kultur, Sport liegen vergleichsweise niedrig.

Die Gesundheit von Führungskräften wird laut der Erhebung von Ifes und SORA für die AK Oberösterreich von überlanger Arbeitszeit, hohem Zeitdruck sowie der großen Verantwortung für Personen und Güter belastet. Immerhin 27 gaben an, schwer abschalten zu können, bei den übrigen Beschäftigten nur 16 Prozent. Diesen Erschwernissen stehe ein hohes Maß an Befriedigung durch die Arbeit gegenüber. Die Tätigkeit werde als sinnvoll erlebt, "man ist stolz darauf". Unter Erschöpfung, Müdigkeit, Niedergeschlagenheit würden 8 Prozent der Manager leiden, aber 11 Prozent der Angestellten bzw. 12 Prozent der Hilfsarbeiter.

(apa/red)

10.8.2007 12:45