Freitag, 10. August 2007

Es geht wieder bergauf: Österreicher glauben endlich wieder an die Wirtschaft!

  • Alles wird gut: Erstmals seit '94 mehr Optimisten
  • Einzig die Ausgabefreudigkeit hält nicht ganz mit

Die Wirtschaftsoptimisten sind in Österreich erstmals seit 1994 wieder in der Überzahl. Auch die Ausgabefreudigkeit befindet sich ebenfalls im Aufwind, hält aber nicht ganz mit. Das geht aus einer Studie des Linzer Meinungsforschungsinstituts "Spectra" hervor, deren Ergebnisse am Freitag veröffentlicht worden sind.

Spectra erhebt seit 1992 das österreichische Konsumklima. Monatlich werden 1.000 repräsentativ für die Bevölkerung ab 15 Jahren ausgewählte Personen befragt, zuletzt im Juli dieses Jahres. Es lasse sich eine klare Trendwende erkennen, so die Meinungsforscher: Es gibt mittlerweile doppelt so viele Wirtschaftsoptimisten (28 Prozent) wie -pessimisten (14 Prozent). Knapp jeder zweite Österreicher (49 Prozent) glaubt an eine gleich bleibende Entwicklung.

Euro sitzt wieder lockerer
Auch der Euro sitzt bei der Bevölkerung wieder lockerer. Seit 2005 zeigt sie sich laut Spectra mehr bereit, in den Konsum zu investieren. Die Gruppe der Sparsamen ist im Juli 2007 verglichen mit dem entsprechenden Monat des Vorjahres weiter kleiner geworden. Die Zahl der Ausgabefreudigen ist leicht angewachsen.

Aufgrund des stark angestiegenen Wirtschaftsoptimismus hätten die Meinungsforscher jedoch erwartet, dass die Konsumfreude deutlicher mitzieht. Spectra geht davon aus, dass das Sicherheitsdenken stark ausgeprägt ist und man sich lieber ein Finanzpolster zulegt. Mit eine Rolle für die Zurückhaltung dürfte auch die Notwendigkeit zur privaten Pensionsvorsorge spielen.
(apa/red)

10.8.2007 10:39