ÖBB auf Streikkurs: Kampf für bessere Arbeitsbedingungen und mehr Lohn
- Lohnverhandlungen beginnen bereits Ende August
- PLUS: Betriebsrat Roman Hebenstreit im Interview

·Hebenstreit: "Im Notfall streiken wir!"
NEWS-Talk mit Betriebs- rat Roman Hebenstreit
·Fahrgäste bewerten ÖBB mit einem "Gut"
Anschlussverbindungen &
Verspätungen kritisiert
·Streiks bei deutscher Bahn ausgesetzt
Ehemalige CDU-Politiker sollen jetzt vermitteln
Unterbezahlung, Überstunden und zu wenig Personal - Österreichs Lokführer wollen mehr Gehalt, sonst drohen sie wie in Deutschland mit Streik. Damit zeigt die mächtige Gewerkschaft der österreichischen Eisenbahner erstmals Zähne für einen eigenen bevor stehenden Kampf für bessere Arbeitsbedingungen. Denn wie die Deutschen wollen auch die ÖBB-Mannen mehr Geld auf dem Konto sehen.
Das Einstiegsgehalt eines ÖBB-Lokführers macht gerade einmal 1.640 Euro aus. Hebenstreit: "Wir lehnen uns an den Verdienst eines Facharbeiters an, und der verdient rund 1.900 Euro. Es wären also um rund 20 Prozent mehr."
Die Tarifverhandlungen sollen bereits Ende August starten und mit September fixiert sein. Wenn nicht? "Dann wäre das eine gewaltige Provokation", sagt Hebenstreit. Und: Streiks im Herbst könnten dann bereits nicht mehr ausgeschlossen werden. Die ÖBB-Führungsspitze trifft diese neue Forderung wie ein Blitz aus heiterem Himmel. "Es wurden noch keine Äußerungen dazu an uns herangetragen", heißt es aus der Pressestelle lapidar.
Einen geeigneteren Zeitpunkt, Gehaltswünsche zu äußern, als jetzt dürfte es für die Gewerkschafter gar nicht geben: Im Vorfeld des aktuellen Streiks in Deutschland und vor allem der kommenden Fußball-Europameisterschaft 2008, die Österreich und die Schweiz gemeinsam austragen, stehen die Gehalts-Weichen für die ÖBB-Zugführer auf Durchfahrt. Zu groß dürfte die Angst der Politiker sein, dass der Fußball nicht zum Zug kommt.
Die ganze Story lesen Sie im aktuellen NEWS 32/07!

