2006 war gutes Jahr: Lebensmittelhandel verzeichnete Umsatzsteigerung von 3,3 %
- Damit erstmals seit Jahren auch reales Wachstum
- Rewe und Spar bauten Vormachtstellung aus
Der österreichische Lebensmitteleinzelhandel kann auf ein erfolgreiches Jahr 2006 zurückblicken. Wie RegioPlan Consulting mitteilte, betrug die nominelle Umsatzsteigerung im Vorjahr 3,3 Prozent. Erstmals seit Jahren ist damit der Markt auch real gewachsen und hat mehr an Umsatz zugelegt als an Verkaufsfläche. Weiterhin im Trend befinden sich Diskonter und Bio-Supermärkte.
Das Umsatzplus im Lebensmittelhandel ist laut RegioPlan auf drei Faktoren zurückzuführen: die Flächenexpansion, den Non-Food-Anteil im Sortiment und nicht zuletzt die Preiserhöhungen im vergangenen Jahr.
Neben dem Umsatz sind auch die Verkaufsflächen um 2,5 Prozent gestiegen und erreichen somit knapp drei Millionen Quadratmeter. Gesteigert wurde auch die Dominanz der Marktführer Rewe und Spar - sie wuchsen stärker als der Gesamtmarkt.
Für das laufende Jahr 2007 rechnet das Consulting-Unternehmen mit einem Umsatzplus von 3 Prozent. Insgesamt wurden im Vorjahr 15,6 Mrd. Euro im Lebensmittelhandel umgesetzt - für heuer rechnet RegioPlan mit 16,1 Mrd. Euro.
Nach Angaben von RegioPlan sind die Diskonter weiter auf dem Vormarsch. Von 2005 auf 2006 erzielten sie ein Umsatzwachstum von 10 Prozent - der Marktanteil beträgt nun mehr als 27 Prozent. Gut gelaufen ist auch das Geschäft mit Bio-Lebensmitteln. Die Bio-Marken der großen Lebensmittelhändler seien gut eingeführt und etabliert, so RegioPlan. Auch fast alle Diskonter hätten eine eigene Bio-Marke.
Neben diesen Produkten bedienten immer mehr reine Bio-Läden den steigenden Bedarf in Österreich. Zur Zeit gibt es etwa 20 Bio- Supermärkte in Österreich. Nach Angaben von RegioPlan könnten es bald 100 sein, die vor allem in Städten zu finden sein werden. Rund 3 Prozent des Umsatzes im Lebensmittelhandel werden in Reformhäusern und Bio-Läden gemacht, weitere 2 Prozent durch Ab-Hof-Verkäufe auf Grünmärkten.
(apa)

