Austro-Kicker von Moskau bis New York
Deutsche Liga bleibt größter Arbeitgeber
- Drei Österreicher in Englands Premier League
- Zwei österreichische Spieler in Italiens Serie A

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24 österreichische Fußballer versuchen in der neuen Saison ihr Glück in den höchsten ausländischen Spielklassen. Der größte Arbeitgeber ist wie schon in den vergangenen Jahren die deutsche Bundesliga. Vier Austro-Kicker verdienen ihr Geld in Deutschland. Die übrigen 20 Spieler verteilen sich über Europa und die Welt, den ehemaligen Mattersburg-Goalie Markus Böcskor verschlug es bis nach Südafrika.
Im Gegensatz zur Vergangenheit, als Toni Polster, Andreas Herzog oder Franz Wohlfahrt für Furore sorgten, ist keiner der vier Österreicher in der deutschen Bundesliga bei seinem Verein Leistungsträger. Markus Weissenberger wird in Frankfurt weiter die Rolle des Edeljokers und Teilzeitkapitäns ausfüllen. Die Jung-Legionäre Marc Sand (VfL Bochum), Michael Langer (VfB Stuttgart) und Martin Harnik (Werder Bremen) werden bestenfalls auf der Bank Platz nehmen und versuchen, sich über gute Leistungen in der Reserve für die Profis aufzudrängen. Ryan Gyaki, der Kanadier mit burgenländischen Wurzeln in Diensten des FC Hansa Rostock, wir vorerst nur bei den Amateuren zum Einsatz kommen.
In Englands Premier League mischen heuer drei Österreicher mit. Neben den arrivierten Emanuel Pogatetz (Middlesbrough FC) und Paul Scharner (Wigan Athletic) wird Besian Idrzaj beim Liverpool FC versuchen, sich gegen die übermächtige Konkurrenz im Angriff der Reds durchzusetzen. Mit guten Leistungen in Testspielen machte der 19-Jährige bereits auf sich aufmerksam. Nach einigen Jahren ohne Austro-Kicker läuft auch die schottische Premier League heuer wieder mit österreichischer Beteiligung. Tormann Robert Olejnik und Stürmer Roman Wallner suchen ihr Glück in Falkirk.
Zwei Österreicher spielen in der kommenden Saison in Italiens Serie A. Ex-Rapidler György Garics stieg in der vergangenen Saison mit dem SSC Napoli auf, AC-Siena-Tormann Alex Manninger möchte heuer nichts mit dem Abstieg zu tun haben.
Einige Nationalteamstützen spielen abseits der ganz großen europäischen Fußballligen. Martin Stranzl ist ein Fixpunkt in der Abwehr von Spartak Moskau. Roland Linz erzielte in der vergangenen Saison 10 Meisterschaftstore für Boavista Porto. Der derzeit verletzte Teamkapitän Andreas Ivanschitz will in Griechenland bei Panathinaikos Athen endgültig zum Stammspieler werden. Im Land der Europameister stehen auch Mario Hieblinger (Ergotelis) und Michael Gspurning (Xanthi FC) unter Vertrag. Die Offensivkräfte Thomas Prager (SC Heerenveen) und Marco Arnautovic (Twente Enschede) wollen die niederländische Eredivisie aufmischen.
Den ungewöhnlichsten Arbeitsplatz aller Erstliga-Legionäre hat Markus Böcskör. Der Ex-Mattersburg-Keeper wechselte im Sommer zu den Kaizer Chiefs nach Johannesburg in Südafrika. Ein weiterer Legionär kickt in der US-amerikanischen "Beckham-Liga" MLS. Markus Schopp ist bei den Red Bulls aus New York zur Zeit aber nur Ersatz. (apa)
