Sonntag, 12. August 2007

Teuer erkaufter Sieg über Ried: Salzburg
vor CL-Qualifikation im Verletzungspech

  • Vargas fällt definitiv aus, auch Jezek mit Problemen
  • Ried mit Ladehemmung, Mattersburger schwach

Österreichs Fußball-Meister Red Bull Salzburg hat die Generalprobe für die Champions-League-Quali gegen Schachtjor Donezk vom Ergebnis her erfolgreich gestaltet. Getrübt wurde die Freude über den 2:0-Heimerfolg gegen Vizemeister SV Ried, dem ebenso wie Mattersburg vor der UEFA-Cup-Qualifikation kein Erfolgserlebnis vergönnt war, jedoch durch die Verletzungen von Verteidiger Jorge Vargas (Muskelfaserriss) und Flügelspieler Patrick Jezek (Muskelverhärtung im Oberschenkel).

Während Trainer Giovanni Trapattoni ("Gegen uns spielen die Gegner immer aggressiv und geben mehr als 100 Prozent") und Torjäger Alexander Zickler aufgrund der Alternativen auf der Ersatzbank eher gelassen blieben, haderte Sportdirektor Oliver Kreuzer mit dem Verletzungspech.

Teuer erkaufter Sieg
"Wir haben uns den Sieg sehr teuer erkauft. Jorge Vargas wird wegen seines Muskelfaserrisses drei, vier Wochen ausfallen. Er wäre mit seiner Erfahrung gegen Donezk sehr wichtig gewesen", meinte der Deutsche. Bei Jezek würde es hingegen "nicht so schlimm" aussehen. Optimistisch dürfte Salzburg vor dem Auftritt gegen die Ukrainer jedoch die derzeitige Abwehrleistungen stimmten: Bereits 403 Bundesliga-Minuten haben die Mozartstädter kein Tor kassiert.

Rieder mit Ladehemmung
Aufseiten der Rieder vermisste Trainer Helmut Kraft nach der dritten Niederlage ohne Torerfolg in Serie Durchschlagskraft in der Offensive. "Wir müssen endlich wieder ein Tor machen, zumindest schon am Donnerstag gegen Sion, die Schweizer sind stärker als im Vorjahr", erklärte der Tiroler im Hinblick auf den UEFA-Cup-Auftritt gegen die Schweizer und Torhüter Hans-Peter Berger pflichtete bei: "Mit drei, vier blöden Fehlern kann man gegen Salzburg nicht gewinnen und wir müssen endlich Tore schießen."

Mattersburg lässt in Kärnten Punkte liegen
In Fischl knöpfte eine ersatzgeschwächte Austria Kärnten Tabellenführer SV Mattersburg ein 1:1 ab. "Wir haben in der ersten Hälfte zu wenig Engagement gezeigt", kritisierte SVM-Coach Franz Lederer, während sein Gegenüber Walter Schachner aufgrund der dünn besetzten Ersatzbank pessimistisch blieb: "Mir ist wegen der vielen Ausfälle etwas bange für die Zukunft." Verzichten muss der Steirer in den kommenden Wochen nun auch auf Marcel Ketelaer (Riss des Syndesmosebandes).

Verletzungssorgen in Altach
Auch in Altach haderte Coach Manfred Bender nach einer in den letzten Spielminuten "fixierten" 1:3-Niederlage gegen Sturm Graz schon nach sechs Runden über seinen dünn besetzten Kader. "Es ist wie ein großes Leiden. Es haben einige Spieler gespielt, die gar nicht fit sind - und es gibt keine Anzeichen, dass sich dies in naher Zukunft ändern wird", meinte der Bayer. "Es war uns nicht vergönnt, dass wir das 1:1 über die Zeit gebracht haben."

Franco Foda lobte nach dem "hochverdienten Sieg" im Trainer-Duell mit seinem deutschen Landsmann neben dem zweifachen Torschützen Amadou Rabihou auch die Geduld seines Teams. "Die Mannschaft hat trotz des 1:1 weiter nach vorne gespielt. Aber wir sind auch etwas glücklich zu beiden Toren gekommen", sagte Foda.

(apa/red)

12.8.2007 13:05