Montag, 6. August 2007

"Ich brauch' jetzt erstmal Urlaub": Wurz nach enttäuschendem Ungarn-GP urlaubsreif

  • Ärger über Sutil: "Das war einfach letztklassig"
  • Vertragspoker: "Es zählt nicht immer nur Leistung"

Alexander Wurz ist urlaubsreif. Die vergangenen Wochen seien der pure Stress gewesen, bestätigte der Williams-Pilot. Der enttäuschende Grand Prix von Ungarn, in dem der Österreicher nach schwachem Start nur Platz 14 belegte, tat sein Übriges dazu. Über einen Vertrag für die kommende Formel-1-Saison will sich Wurz im zweiwöchigen Familienurlaub auf Mallorca nicht den Kopf zerbrechen. "Ich setze da heuer bewusst auf Zurückhaltung", betonte der 33-Jährige.

Viele Faktoren spielen im Vertragspoker eine Rolle, darunter auch Geld. "Es zählt nicht immer nur Leistung", weiß Wurz. Bisher sei es aber die Politik von Teamchef Frank Williams gewesen, lieber auf einen schnellen, erfahrenen Piloten wie Wurz zu setzen als auf einen Bezahlfahrer. "Ich hoffe, das bleibt auch so", erklärte der Niederösterreicher. "Das bringt dem Team mehr, aber es kostet auch mehr. Langfristig bringt dich in der Formel 1 sowieso nur Konstanz wirklich nach vorne."

In Budapest war Wurz von den Punkterängen allerdings weit entfernt. "Ich bin erstmals in dieser Saison schlecht gestartet", begründete der WM-Neunte, der nach dem Rennen verärgert wirkte - vor allem über den deutschen Spyker-Piloten Adrian Sutil, der ihn bei einem Überrundungs-Manöver ins Gras gedrängt hatte. "Der fährt völlig ohne Übersicht", schimpfte Wurz, der dadurch einen Platz an Ferrari-Pilot Felipe Massa verloren hatte. "Das war letztklassig, einfach nur schlecht."

"Am Vormittag trainieren, am Nachmittag faulenzen."
In den kommenden zwei Wochen will Wurz in den Ferien mit seiner Frau Julia, die im Oktober den dritten gemeinsamen Sohn erwartet, und seinen Sprösslingen Felix (5 Jahre) und Charlie (1) auf andere Gedanken kommen. "Ich brauch den Urlaub nach all dem Stress, den wir in letzter Zeit gehabt haben." Neben den Rennen und Testfahrten seien auch unzählige Termine mit Williams-Partnern auf der Agenda gestanden. Das Urlaubsprogramm lautet nun: "Am Vormittag trainieren, am Nachmittag faulenzen."

Das kann Wurz beruhigt tun, denn in den drei Wochen bis zum Grand Prix der Türkei am 26. August in Istanbul herrscht Testverbot. "Wir werden erst nach der Türkei wieder ein paar größere Verbesserungen bringen", bestätigte Wurz. In der Konstrukteurs-WM sei es nach wie vor das Ziel, Rang fünf zu halten. "Das wäre schon sehr geil", meinte Wurz. Konkurrenten wie Red Bull und Toyota haben zuletzt allerdings stark aufgeholt.

(apa/red)

6.8.2007 15:24
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