Dienstag, 14. August 2007

Gold für Fabienne Nadarajah: Wienerin holt bei Universiade Sieg über 50 Meter Delfin!

  • 1/100 vor ex aequo zweitplatzierten Japanerinnen
  • Bereits dritter österreichischer Titel in Thailand

Österreichs Athleten räumen bei der Universiade in Bangkok kräftig ab. Fabienne Nadarajah schwamm über 50 m Delfin in 26,81 Sekunden zu Gold, das dritte in Thailand nach den Siegen von Markus Rogan über 200 m Rücken und Gerhard Mayer mit dem Diskus. Die Oberösterreicherin Regina Time holte im Gewehr-Liegendschießen auf 50 m wie schon Rogan über 100 m Rücken Silber. Dazu kommt Bronze von Jördis Steinegger über 400 m Kraul.

Nadarajah hatte das Glück der Tüchtigen. Nachdem sie im Vorlauf in 27,26 Sekunden Vierte gewesen war, setzte sie sich in der Entscheidung in 26,81 eine hundertstel Sekunde vor den Japanerinnen Yuka Kato und Masae Oshimi durch. Die Ränge vier und fünf lagen nur vier bzw. neun Hundertstel hinter der Wienerin. "Endlich haben wir mit den Hundertstel einmal Glück gehabt", meinte Trainer Robert Michlmayr nachher erleichtert.

Die 22-jährige Delfin-Spezialisten war nämlich schon einige Male Vierte gewesen, u.a. bei der WM 2005 in Montreal mit ihrer heute noch gültigen OSV-Bestmarke von 26,50. Auch ihre SVS-NÖ-Kollegin Marilies Demal hatte Pech, als sie im vergangenen August bei der Jugend-WM in Rio de Janeiro ebenfalls im Delfin-Sprint mit nur elf Hundertstel Rückstand auf die Siegerin Vierte wurde.

Viel mehr hatte sich Nadarajah vor dem Finale diesmal auch nicht zugetraut. "Sie war nach dem Vorlauf selbstkritisch und skeptisch", sagte Michlmayr. "Die Delfin gehen bei ihr seit ein, zwei Monaten nicht so gut." Ein Grund dafür ist das verstärkte Kraultraining, da Nadarajah auf die Olympia-Qualifikation im Kraul-Sprint hinarbeitet. Dementsprechend noch als wichtiger sieht der Coach den Kraul-Bewerb bei der Universiade am Dienstag an.

Kommt es dann aber mehr auf die Zeit an, standen über 50 m Delfin die Medaillenränge im Vordergrund. Als Nadarajah der Anschlag nicht optimal gelang, gingen die Blicke ihres Umfelds an die Anzeigentafel. Doch es klappte mit dem ersten internationalen Titel der Kurzbahn-Vizeweltmeisterin in der allgemeinen Klasse. Gut hielt sich auch Birgit Koschischek. Die Wienerin markierte im B-Finale mit 27,54 persönliche Bestzeit, wurde Gesamt-14.

Steinegger legte danach in ihrem letzten Rennen bei diesen Titelkämpfen all ihre Energie in den Zeitlauf über 1.500 m Kraul und wurde mit Rang sechs sowie dem nationalen Rekord von 16:42,62 Minuten belohnt. Das war um 3,74 Sekunden schneller als es die bisherige Rekordhalterin Petra Zahrl im Juli 2004 bei den Staatsmeisterschaften in Kapfenberg gewesen ist. Zahrl bleiben nun noch die OSV-Rekorde über 200 m Delfin und 800 m Kraul.

Dinko Jukic hatte als Vorlauf-5. das Finale über 400 m Lagen erreicht, passte aber im Endlauf wegen Rückenproblemen. Der 18-Jährige hatte in den vergangenen Wochen ein Mammut-Programm mit knapp 50 Rennen zu bewältigen. Die körperlich geschwächten David Brandl und Dominik Koll schieden im 200-m-Kraul-Vorlauf aus. Deren Staffel-Kollege Florian Janistyn hatte übrigens am Samstag über 400 m Kraul als 15. OSV-Athlet ein EM-Limit erreicht.

Für die zweite österreichische Nicht-Schwimm-Medaille in Bangkok sorgte Time zum Abschluss der Schieß-Bewerbe. Die 27-Jährige legte im Gewehr-Liegendschießen einen tollen Endspurt mit Serien von 98,99 und 99 Punkten hin und musste sich mit einem Gesamtscore von 587 Zählern nur der Ukrainerin Natalja Schepurna um einen Punkt geschlagen geben. Schließlich belegte Wasserspringerin Sandra Fuchs im Turm-Bewerb Rang 22.

(apa/red)

14.8.2007 09:53