Freitag, 10. August 2007

Endstation Achtelfinale: Jelena Jankovic war für Bammer in LA eine Nummer zu groß

  • Mit 6:2 und 6:1 machte die Serbin kurzen Prozess

Österreichs Nummer 1 Sybille Bammer hat im Achtelfinale des WTA-Tennis-Turniers in Los Angeles gegen die Weltranglisten-Dritte Jelena Jankovic eine klare Niederlage erlitten. Die 27-jährige Oberösterreicherin hatte der um fünf Jahre jüngeren Serbin wenig entgegenzusetzen und verlor nach 1:04 Stunden glatt mit 2:6,1:6. Durch den Einzug in die Runde der letzten 16 des 600.000-Dollar-Turniers holte Bammer jedoch wichtige Weltranglisten-Punkte und festigte ihre Position in den Top 20 des Damenrankings.

Im fünften Duell mit der in Los Angeles an Position zwei gesetzten Jankovic setzte es für Bammer die vierte Niederlage, einzig 2006 in Indian Wells hatte es zu einem Sieg gereicht. Auch beim Heimturnier der Ottensheimerin, dem Generali Ladies vergangenen Oktober in Linz, war Jankovic die Stärkere gewesen.

Diesmal war die Serbin in jeder Hinsicht überlegen und ließ keinen einzigen Breakball zu. Bammer hingegen ließ Jankovic 13 Breakmöglichkeiten, von denen die French-Open-Semifinalistin fünf nützte. "Sybille hat nicht ihren besten Tag erwischt, Jankovic hingegen einen sehr guten", meinte Bammer-Coach Jürgen Waber. "Sybille kann besser spielen, ein Sieg ist aber nur möglich, wenn der Gegner es auch zulässt", so Waber. "Sie hat gegen die Nummer 3 der Welt verloren, das kann passieren, vor allem wenn man nicht sein bestes Tennis spielt."

Er sei aber durchaus froh, dass Bammer noch nicht in absoluter US-Open-Frühform sei und sie sich bei den kommenden beiden Turnieren hin zum Grand Slam in New York noch steigern könne. Vor Flushing-Meadows geht es für Bammer noch nach Toronto und New Haven.

Die zuletzt aufgetretenen Rückenprobleme bereiten der Oberösterreicherin vor allem in der Nacht weiterhin Schmerzen. Im Spiel könne sie, trotz Verspannungen, aber voll belasten, so Waber. Mit Wärmebehandlungen und Massagen versucht man, die Beschwerden in den Griff zu bekommen.

Jankovic ist beim Hardcourt-Event in Kalifornien damit auf dem besten Weg zu ihrem fünften Titel des laufenden Jahres, die Turniere in Auckland (Hartplatz), Charleston (Sand), Rom (Sand) und Birmingham (Rasen) hat sie heuer schon für sich entschieden. Sie trifft im Viertelfinale auf Wictoria Azarenka aus Weißrussland.

Titelverteidigerin Maria Scharapowa musste gegen die Niederländerin Michaella Krajicek fast drei Stunden arbeiten um ins Viertelfinale einzuziehen. Die Weltranglisten-Zweite gewann mit 7:6(4),6:7(3),6:4. Die Russin trifft nun auf ihre Landsfrau Elena Dementjewa, die von einer krankheitsbedingten Aufgaben der Slowakin Daniela Hantuchova profitierte.

Beim ATP-Masters-Series-Turnier in Montreal hatte Branchenprimus Roger Federer im Achtelfinale weitaus weniger Mühe als Kronprinz Rafael Nadal. Federer machte mit dem italienischen Qualifikanten Fabio Fognini kurzen Prozess, gewann in 46 Minuten 6:1, 6:1 und trifft nun auf Lleyton Hewitt aus Australien. Nadal besiegte den Franzosen Paul-Henri Mathieu mit 3:6,6:3,6:2. Der nächster Gegner des Spaniers ist Publikumsliebling Frank Dancevic aus Kanada.

Daneben schafften auch der US-Amerikaner Andy Roddick und Wimbledon-Halbfinalist Novak Djokovic, die nun im Viertelfinale aufeinandertreffen, den Aufstieg. Der an der rechten Schulter lädierte Thomas Haas zog gegen den Tschechen Radek Stepanek den Kürzeren, der Deutsche unterlag 3:6, 6:2, 2:6.


(APA/red)

10.8.2007 12:19