Sonntag, 12. August 2007

Überaus peinlich für schwedische Armee: Waldgrün statt Sandfarben gekleidet

  • Afghanistan: Richtige Farbe wird erst 2009 geliefert

Die im Rahmen der von der NATO geführten Internationalen Schutztruppe für Afghanistan (ISAF) eingesetzten schwedischen Soldaten müssen ihren Dienst vorerst mit Schutzwesten in ungeeigneter, waldgrüner Tarnfarbe ausüben. Laut einem Bericht der Tageszeitung "Dagens Nyheter" hat die Armee zwar beige Schutzwesten bestellt, diese könnten jedoch erst 2009 geliefert werden.

Der Verantwortliche für die Entwicklung der persönlichen Ausrüstung von Soldaten der schwedischen Armee, Johan Skullman, räumte ein, dass die Anpassung der Uniformfarbe an die örtliche Umgebung notwendig sei und deswegen auch sandfarbene Schutzwesten bei einer Firma in Auftrag gegeben wurden. Es sei aber "schwierig, bei derartiger Ausrüstung den Lieferanten unter Druck zu setzen", so Skullman.

Der Sprecher der schwedischen Afghanistan-Truppen, Pelle Vamstad, verwies darauf, dass die schwedischen Soldaten hauptsächlich im Stadtgebiet eingesetzt seien. Dort spiele die Farbe der Schutzausrüstung nicht so eine große Rolle.

Derzeit befinden sich rund 330 schwedische Soldaten im Rahmen der ISAF in Afghanistan, die meisten davon im Raum Masar-i-Sharif. Am 1. Juni gab das Parlament (Riksdagen) Grünes Licht für eine Erhöhung des Kontingents auf 600 Mann.

(apa)

12.8.2007 14:46