Unter den 20 Toten auch EU-Gesandte: Flugzeugabsturz vor französisch Polynesien
- Maschine stürzte nach nur wenigen Sekunden in Meer
- Ursache der Katastrophe vorerst noch unbekannt

Der Absturz eines kleinen Verkehrsflugzeugs vor der polynesischen Insel Moorea in der Nähe von Tahiti hat wahrscheinlich allen 20 Insassen das Leben gekostet. Bis zum Einbruch der Nacht sind nach Angaben der örtlichen Behörden des französischen Überseegebietes 16 Leichen geborgen worden.
Laut neuseeländischem Rundfunk waren an Bord der zweimotorigen Maschine vom Typ De Havilland Twin Otter auch zwei Mitglieder der pazifischen Delegation der Europäischen Kommission. Sie gehörten den Berichten zufolge dem Europäischen Entwicklungsfonds an.
Die Maschine der Gesellschaft Air Moorea wollte von der zu französisch Polynesien gehörenden Insel in die Hauptstadt Papeete auf Tahiti fliegen, als sie aus ungeklärter Ursache nur wenige Sekunden nach dem Start ins Meer stürzte. An der Absturzstelle ist der Südpazifik etwa 1.500 Meter tief.
Der 17 Kilometer lange Flug nach Tahiti dauert normalerweise lediglich fünf bis sieben Minuten. Die Suche nach Opfern sollte in der Früh mit Schiffen und Helikoptern fortgesetzt werden, doch wurde nicht mehr mit Überlebenden gerechnet.
Der französische Präsident Nicolas Sarkozy drückte in einem Beileidsschreiben seine "tiefe Trauer" über den Absturz aus. Die zweimotorige Maschine wurde seit einem Jahr von der Air Moorea eingesetzt und wurde den Angaben zufolge zuletzt am 18. Juli gewartet.(APA/red)
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