Britische Bauern dürfen wieder schlachten:
Auch das Transportverbot wurde gelockert
- EU: Exportverbot für britisches Fleich noch 2 Wochen
- Ermittlungs-Konzentration auf Menschen-Versagen
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Virus vermutlich vom Wind auf Weiden geweht
In Großbritannien sind wieder die Viehtransporte gerollt: Die Behörden lockerten das Transportverbot am Morgen, weil sich herausgestellt hatte, dass das auf zwei Bauernhöfen nachgewiesene Maul- und Klauenseuche-Virus aus einem nahe gelegenen Labor stammte. Die britischen Farmer dürfen nun wieder ihre Rinder, Schafe oder Schweine zu Schlachthöfen bringen, wo die Tiere unter strengen Bedingungen geschlachtet werden. Außerdem dürfen sie wieder getötete Tiere transportieren. Dies war aus Angst vor einer Ausbreitung der Krankheit untersagt worden.
Die Europäische Union hatte beschlossen, ihr Exportverbot für britisches Fleisch für mindestens noch zwei Wochen aufrecht zu erhalten. Die Veterinärexperten der EU kommen am 23. August wieder zusammen. Die Maul- und Klauenseuche (MKS) war auf einem ersten Bauernhof in der Grafschaft Surrey 50 Kilometer südwestlich von London nachgewiesen worden; und auch der Verdacht auf einem weiteren nahe gelegenen Hof bestätigte sich. Der Erreger stammte nach Behördenangaben aus einem Forschungszentrum in Pirbright. Die Ermittlungen konzentrierten sich auf menschliches Versagen als Ursache für die Ausbreitung des Virus.
Unterdessen wurden vorsorglich auch die Tiere eines dritten Bauernhofs in der betroffenen Gegend getötet. Nach Angaben der Chefin der britischen Veterinärbehörde, Debbie Reynolds, hatten die Tiere einen "gefährlichen Kontakt" zu den bereits getöteten Rinderherden, bei denen MKS nachgewiesen wurde.
(apa/red)
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