Entspannung nach Flut-Alarm am Rhein:
Regenmassen fordern 2 Tote in Deutschland
- Hunderte Keller entlang des Flusses vollgelaufen
·Überflutungen im Osten von Österreich!
Schwere Unwetter über Wien & Niederösterreich
·BILDER: Unwetter wüten jetzt in Europa
Schwere Schäden in der Schweiz und Italien
·Mini-Tornado fegte über New York City!
Totales Verkehrschaos in amerikanischer Metropole
·BILDER: Schwere Unwetterschäden in NY
Metropole versank nach Sturm im Verkehrschaos
Bei heftigen Unwettern in Westdeutschland sind zwei Menschen ums Leben gekommen. Die Regenmassen unterspülten Gleise und überfluteten Straßen, Keller und Campingplätze. Zahlreiche Tiere verendeten.
Nach den starken Regenfällen in der Schweiz und in Süddeutschland war auf dem Rhein südlich von Germersheim (Rheinland- Pfalz) die Schifffahrt teilweise lahmgelegt. Allerdings entspannte sich in den deutschen Bundesländern Baden-Württemberg und Rheinland- Pfalz die Lage in den Hochwassergebieten entlang des Flusses trotz örtlich noch steigender Pegelstände. Entwarnung gab es auch in der Schweiz, wo die Unwetter Millionenschäden angerichtet hatten.
Im Arnsberg (Nordrhein-Westfalen) ertrank ein 61-jähriger Mann, als er in seinem Keller von einströmendem Wasser überrascht wurde. In Mönchengladbach (Nordrhein-Westfalen) starb ein 81-Jähriger, der sich um den Wassereinbruch in seinem Keller kümmern wollte.
In Arnsberg im Sauerland wurden mehrere Autos fortgespült. Vier Menschen mussten ihr Haus verlassen, weil Einsturzgefahr bestand. In der Nähe des Ortes rutschte ein Hang auf die Autobahn 46, die stundenlang gesperrt werden musste. Allein am Donnerstagabend waren in der Region 51 Liter Regen pro Quadratmeter gefallen.
In der Ruhr führten die Regenfälle zum höchsten August-Hochwasser seit knapp 40 Jahren. Im sauerländischen Warstein überflutete das Hochwasser die Hauptstraße. Urlauber mussten ihre Ferienhäuser verlassen, das Gelände drohte vom Wasser eingeschlossen zu werden.
Die Experten gingen davon aus, dass das Hochwasser am Rhein bei Köln mit deutlich unter sieben Metern seinen Höchststand in der Nacht zu Montag erreichen wird. Es könne aber schon Entwarnung gegeben werden, größere Überflutungen seien ausgeschlossen, teilte die Kölner Hochwasserschutzzentrale mit. Der Normalstand des Rheins liegt in Köln bei 3,48 Metern.
In Baden-Württemberg stiegen die Pegelstände des Rheins weniger stark als vorhergesagt. Die Rekordmarken von 1999 würden nicht erreicht. In Südbaden ging das Wasser in der Nacht bereits zurück. Voraussichtlich noch bis Samstag ist der Rhein nördlich von Baden- Baden für die Schifffahrt gesperrt. Ab einem Stand von 7,50 Meter und weniger können die Schiffe zwischen Iffezheim und dem pfälzischen Germersheim wieder die Motoren anwerfen. Die Behörden in Rheinland- Pfalz rechneten nicht mit kritischen Wasserständen am Mittel- und Niederrhein.
Der Scheitelpunkt der Hochwasserwelle werde wohl am Sonntagmorgen in Mainz eintreffen, aber keine kritische Höhe erreichen, teilte das Hochwassermeldezentrum in Mainz mit. Für die 190 Kilometer von Mainz nach Köln braucht die Welle etwa 24 Stunden.
In der Schweiz begannen die Menschen mit den Aufräumarbeiten. Straßensperrungen wurden aufgehoben, die Bahn gab die meisten blockierten Strecken wieder frei. Einige Regionen des Kantons Jura waren allerdings auch am Freitag noch ohne Strom. Überschwemmungen und Erdrutsche hatten in vielen Teilen des Landes Chaos verursacht. Versicherungen rechneten mit Schäden in dreistelliger Millionenhöhe.
(apa/red)
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