Schießerei an Grenze zwischen Nord- und Südkorea: Hintergründe bleiben offen!
- Südkoreanische Wachposten blieben unverletzt
- Konsequenzen? UN will Vorfall jetzt untersuchen
An der schwerbewachten Waffenstillstandslinie am 38. Breitengrad ist es zu einem kurzen Schusswechsel zwischen Soldaten aus Süd- und Nordkorea gekommen. Auf südkoreanischer Seite sei dabei niemand verletzt worden, teilte der Generalstab in Seoul mit. Nordkoreanische Soldaten hätten aus noch ungeklärtem Grund zehn Gewehrschüsse auf einen südkoreanischen Wachposten im östlichen Teil der entmilitarisierten Zone abgegeben. Südkoreanische Soldaten hätten das Feuer erwidert.
Es war unklar, ob dabei Soldaten der anderen Seite verletzt wurden. Es werde untersucht, ob die Nordkoreaner die Schüsse gezielt abgegeben hätten, hieß es. Es war der erste derartige Grenzzwischenfall seit einem Jahr, der bekannt wurde. Der Schusswechsel ereignete sich drei Tage, nachdem Nordkorea die Ankündigung gemeinsamer jährlicher Truppenübungen der USA und der südkoreanischen Streitkräfte als "Provokation" kritisiert hatte. Bei der Übung "Ulchi Focus Lens" vom 20. bis 31. August geht es nach Angaben der US-Streitkräfte in Südkorea um die computergestützte Simulation eines Kriegs auf der ostasiatischen Halbinsel. Nordkorea wurde von dem Manöver wie üblich vorher informiert.
UN will Vorfall untersuchen
Die UN-Waffenstillstandskommission kündigte eine Untersuchung des Vorfalls vom Montag an. Militärische Zwischenfälle an der Demarkationslinie sind nach dem ersten innerkoreanischen Gipfeltreffen im Juni 2000 seltener geworden. Die USA haben derzeit rund 30.000 Soldaten in Südkorea stationiert. Bis heute gibt es keinen Friedensvertrag auf der Halbinsel. Der Koreakrieg dauerte von 1950 bis 1953. Im Juni 1950 hatten nordkoreanische Truppen die Demarkationslinie auf der nach dem Zweiten Weltkrieg geteilten Halbinsel überschritten. Damit begann ein Krieg, der 4,5 Millionen Tote forderte und durch einen bis heute gültigen Waffenstillstand beendet wurde. Der UNO-Sicherheitsrat beschloss, Südkorea mit UNO-Truppen zu Hilfe zu kommen. Die Sowjetunion boykottierte damals aus anderen Gründen den Weltsicherheitsrat; so war kein Vertreter Moskaus zugegen und konnte sein Veto einlegen. Die USA stellten das weitaus größte Truppenkontingent der UNO-Streitmacht. China unterstützte Nordkorea mit einer großen "Freiwilligen"-Armee. Das Waffenstillstandsabkommen wurde von einem US-General im Namen der UNO unterzeichnet. (apa)
Fall Heidrun Wastl13:58
Die irre BeichteTatverdächtiger Erich W. spricht von Unfall - "Ich habe sie vermutlich getroffen"
Erdbeben in Italien13:28
Österreich spürte BebenÜber 1.000 Menschen meldeten Erdstöße - sogar bis Linz und Wien spürbar
