Sonntag, 12. August 2007

Alko-Lenker tötet Frau in Wohnmobil: 26-Jähriger war mit 2,82 Promille unterwegs

  • 71-Jährige starb - Tochter und Enkelsohn verletzt
  • Bergung der total zertrümmerten Fahrzeuge schwierig

Eine Urlauberfamilie aus Deutschland wurde in Hinterglemm bei Saalbach Opfer eines schwer alkoholisierten Lenkers aus dem Pinzgau. Der 26-Jährige hatte die Kontrolle über sein Auto verloren. Sein Fahrzeug hatte sich in ein auf einem Parkplatz abgestelltes Wohnmobil gebohrt: Eine 71-jährige Urlauberin aus Deutschland starb. Die Tochter der Frau, eine 42-jährige Deutsche und ihr achtjähriger Sohn wurden verletzt.

Der Pinzgauer hatte sich mit 2,82 Promille hinter das Steuer gesetzt. Er war auf der L 111 von Hinterglemm West in Richtung Saalbach unterwegs. Laut Polizeibericht war er mit überhöhter Geschwindigkeit aus dem Umfahrungstunnel gefahren, hatte eine leichte Linkskurve übersehen und war ungebremst geradeaus über einen Gehsteig gegen einen großen Betontrog geprallt. Anschließend kollidierte der Wagen mit einem abgestellten Pkw und bohrte sich in die Seitenflanke eines Wohnmobils, das auf einem dahinter liegenden Parkplatz abgestellt war. Das Wohnmobil wurde durch den Aufprall völlig zerstört.

71-jährige Urlauberin hatte keine Chance
Die 71-jährige Urlauberin, die im unteren Bereich direkt an der Seitenwand des Wohnmobils geschlafen hatte, hatte keine Chance. Sie wurde von Passanten aus dem Fahrzeug geborgen und starb trotz Reanimation noch an der Unfallstelle. Die 42-Jährige und ihr Sohn hatten im oberen Bereich des Wohnmobils geschlafen und konnten sich trotz Verletzungen selbst aus dem Fahrzeug retten. Sie wurden ebenso wie der verletzte Unfalllenker ins Krankenhaus Zell am See eingeliefert. Der Pinzgauer wurde angezeigt, und ihm wurde der Führerschein abgenommen.

Die Bergung der total zertrümmerten Fahrzeuge war schwierig. Aus dem Wohnmobil mussten Propangas- und Heliumflaschen geborgen werden. Bei einer Flasche entwich Gas, das sich sofort entzündete und eine starke Verpuffung auslöste. Verletzt wurde dabei niemand. Die örtlichen Feuerwehren waren mit 38 Mann im Einsatz.

(apa/red)

12.8.2007 14:38