Beichte, Buße, Salsa, Rap und Kampfsport: Jugendwallfahrt in Mariazell hat begonnen
- Vor allem Besucher aus osteuropäischen Ländern
- Dient als Vorbereitung auf Besuch von Benedikt XVI.

2.500 Pilgerpakete und etliche Großraumzelte für die Unterbringung sind für den Ansturm von knapp 3.000 jungen Pilgern in Mariazell bereitgestanden. Bei der Jugendwallfahrt mit dem Thema "Aufbrechen" werden vor allem Besucher aus den osteuropäischen Ländern erwartet. Rund 350 Mitarbeiter der Katholischen Jugend sind im Einsatz, um die Pilger zu empfangen und den Ansturm zu koordinieren.
Es ist kein gewöhnliches Jugendlager, das im benachbarten St. Sebastian etwa 20 Gehminuten von Mariazell errichtet worden ist. Allein die Organisation benötigt bereits mehrere Zelte. Für die mehr oder weniger frommen Pilger wurde vorgesorgt: So stehen neben sanitären Anlagen auch ein Beichtzelt und ein Anbetungszelt bereit. Mehrere Ordensschwestern haben ständig ein frommes sowie strenges Auge darauf. Selbstgebastelte Kruzifixe sorgen für sakrale Stimmung.
Beichte, Buße & Kampfsportarten
Abseits von Beichte und Buße wird aber auch weltliches vermittelt: Bei Workshops kann man in den kommenden Tagen unter anderem asiatische Kampfsportarten, Rap und lateinamerikanische Tänze lernen. Aber auch Diskussionen mit Bischöfen stehen am Programm - vorwiegend zu essenziellen Lebensfragen. Etwa: "Verhütungsmittel - ja oder nein". Davon ist in den Pilgerpaketen zwar nichts vorhanden, dafür gibt es einen Müsliriegel, ein T-Shirt, eine Schildkappe, ein mehrsprachiges Programmheft und einen aufblasbaren Polster.
Vorerst wird aber noch vorbereitet. So wird die noch kleine Glaubensgemeinschaft am frühen Nachmittag schon mit lauter Musik beschallt - für das "Begegnungsfest" am Montag. Am Sonntag wird bereits auf der Bühne vor der Basilika gefeiert, ebenso wie am Mittwoch die Festmesse mit Kardinal Christoph Schönborn. Dann wird auch Papst Benedikt XVI. - knapp einen Monat vor seinem Besuch in Mariazell - live seine Grußworte an die Jugendlichen richten.
(apa/red)
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