Sonntag, 12. August 2007

Rechnungshof beginnt neue Prüfung zum Eurofighter: Stückzahl-Reduktion unter Lupe

  • Finanzierung, Gegengeschäfte & Einsatzbereitschaft
  • Luftraumüberwachung "gerade noch" garantiert

Der Rechnungshof beginnt kommende Woche mit der nächsten, vermutlich abschließenden Eurofighter-Prüfung. "Der Prüfauftrag wird in den nächsten Tagen ans Landesverteidigungsressort zugemittelt werden", kündigte Rechnungshofpräsident Moser im APA- Interview an. Geprüft wird die von 18 auf 15 reduzierte Stückzahl. Der Endbericht soll in etwa einem Jahr vorliegen.

Drei Eurofighter-Berichte hat der Rechnungshof bereits vorgelegt. Nun soll auch untersucht werden, wie sich die von Verteidigungsminister Darabos ausgehandelte Reduktion der Abfangjäger-Stückzahl auf Finanzierung, Gegengeschäfte und militärische Einsatzbereitschaft auswirkt. Laut Darabos werden dadurch rund 400 Mio. eingespart. Moser dazu: Der Rechnungshof lege zwar "größten Wert" auf Einsparungen, bei den Eurofightern gehe es aber auch um die Erfüllung militärischer Ziele. "Und die Frage in dem Fall ist: Können die Ziele so erfüllt werden?"

Luftraumüberwachung "gerade noch" garantiert
Der Rechnungshofpräsident verweist darauf, dass das Verteidigungsministerium schon nach der Reduktion von 24 auf 18 Eurofighter ein Konzept vorgelegt hat, wonach die Luftraumüberwachung damit "gerade noch" garantiert werden kann. "Wenn eine weitere Reduktion auf 15 erfolgt, wird man fragen müssen, inwieweit das mit den militärtaktischen Überlegungen übereinstimmt", betont Moser.

Mit dem Prüfungsergebnis rechnet Moser in etwa einem halben Jahr. Der Endbericht über die von der ÖVP beantragte Eurofighter-Prüfung soll im September 2008 vorliegen.

(apa/red)

12.8.2007 14:41