"Das wäre Pakt mit dem Teufel": BZÖ soll Strache-FPÖ zu Wiedervereinigung drängen!
- Gemeinsamer Parlamentsklub, dafür Pakt in Kärnten
- Klement: Petzner & Grosz drängten auf Kooperation
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Zwischen der FPÖ und dem BZÖ gibt es wieder einmal Wirbel. Ursache ist die Behauptung der FPÖ, das BZÖ hätte erneut ein Angebot auf Zusammenarbeit unterbreitet, und zwar auf Bildung eines gemeinsamen Parlamentsklubs sowie einer Wahlplattform in Kärnten. Dabei soll sogar die Ablöse von Bündnisobmann Peter Westenthaler in den Raum gestellt worden sein. Das BZÖ dementiert heftigst. Der von Westenthaler selbst verbreitete mögliche Rücktritt kam übrigens bei einem orangen Fest in Wien nicht zur Sprache.
Der geschäftsführende Kärntner FPÖ-Chef und Nationalratsabgeordnete Karlheinz Klement erzählte der APA, dass am 14. Juli bei der "Starnacht am Wörthersee" in Pörtschach zuerst der geschäftsführende Kärntner BZÖ-Obmann und Haider-Sprecher Stefan Petzner mit dem Angebot auf Bildung einer orange-blauen Plattform für die nächste Landtagswahl an ihn herangetreten sei. Man müsse "alles tun, um Schaunig (SPÖ-Chefin Gaby Schaunig) zu verhindern" und Jörg Haider als Landeshauptmann zu erhalten, soll Petzner erklärt haben.
Als er abgelehnt habe, sei wenig später BZÖ-Generalsekretär Gerald Grosz zu ihm gekommen und habe das Angebot konkretisiert. Klement: "Er hat angeboten, in Wien die Parlamentsklubs zu fusionieren, also de facto der FPÖ zu überlassen." Dafür müsste es in Kärnten eine gemeinsame Wahlplattform geben. Auf die Frage, ob er die Befugnis habe, solche Angebote zu unterbreiten, hätte Grosz gemeint: "Wir können über alles reden." Er, Klement, habe dann gefragt, ob man auch über "Köpfe" wie etwa Westenthaler reden könne, worauf Grosz gemeint hätte: "Wir können über alles nachdenken."
Er habe dann aber kategorisch Nein zu einer möglichen Zusammenarbeit gesagt, wie schon bei einer Reihe ähnlicher Avancen, versicherte Klement. Das Angebot in Pörtschach sei das jüngste eine ganzen Serie bei diversen Anlässen gewesen, beginnend mit der Landwirtschaftskammerwahl 2006, über den Neujahrsempfang 2007, einem Treffen des Kameradschaftsbundes sowie Annäherungsversuchen von Kärntner Lokalpolitikern. "Ein Pakt mit Haider ist wie ein Pakt mit dem Teufel, so einen Pakt geht man nicht ein", betonte Klement.
Sowohl Petzner als auch Grosz dementierten die Behauptungen des FPÖ-Politikers schärfstens. "Es hat kein Angebot gegeben", sagte Petzner, während Grosz Mittwochabend zur APA in Richtung Klement meinte: "Anscheinend dürfte die Hitze des Sommers beim einen oder anderen Schäden hinterlassen haben." Mit Hilfe derartige Behauptungen versuche die FPÖ offenbar, "sich in den Medien zu halten". Der BZÖ-Generalsekretär gab zwar zu, in Pörtschach mit Klement gesprochen zu haben, es habe sich aber nicht um irgendein Angebot, sondern lediglich um einen Small Talk gehandelt.
Auf die Frage, wie er definitiv zu einer Wiedervereinigung zwischen BZÖ und FPÖ stehe, sagte Grosz: "Wer mich kennt, weiß, dass ich der Letzte bin, der Wiedervereinigungsgedanken hegt."
Westenthaler, der in einem Zeitungsinterview über seinen möglichen Rücktritt nachgedacht hatte, wollte dieses Thema bei einem orangen Fest im 22. Wiener Gemeindebezirk nicht kommentieren. Er wurde zwar von Journalisten bestürmt, weigerte sich aber, auf deren diesbezügliche Fragen einzugehen.
Grosz will Klement klagen
BZÖ-Generalsekretär Gerald Grosz kündigte an, den geschäftsführenden Kärntner FPÖ-Chef Karlheinz Klement wegen seiner Behauptungen über ein angebliches BZÖ-Angebot auf Zusammenarbeit klagen zu wollen. "Ich werde die offensichtliche Paranoia des FP-Abgeordneten Klement mit den Mitteln des Rechtsstaates austreiben und ihn daher klagen", ließ er via Aussendung wissen.
(apa/red)
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