Wenn der Grillgenuss zum Horror wird: Salmonellen in Supermarktfleisch gefunden
- Kärnten: Jedes dritte getestete Produkt beanstandet
- Rat der Arbeiterkammer: Fleisch selbst marinieren!

Fast jedes dritte Grillfleisch aus Kärntner Supermärkten zeigt laut einem Lebensmitteltest der Arbeiterkammer (AK) mehr oder weniger deutliche Anzeichen von Verderb. Ein Landhendl-Grillteller und eine Probe Spareribs waren so stark mit Salmonellen befallen, dass sie als gesundheitsschädlich eingestuft wurden. Die AK rät unter anderem, Fleisch selbst zu marinieren, da bereits marinierte Ware optisch nicht überprüft werden könne.
Insgesamt hätten Tester im Juli 24 Proben Grillfleisch in Klagenfurter Supermärkten gezogen, teilte die AK mit. Neun Proben (37 Prozent) wurden beanstandet, zwei Proben als gesundheitsschädlich eingestuft. Die weiteren sieben beanstandeten Fleischproben galten zum Zeitpunkt der Untersuchung zwar noch als genusstauglich. Sie wiesen aber zum Teil eine sehr stark erhöhte Keimzahl und somit erste beziehungsweise deutliche Anzeichen des Verderbs auf.
Bei fünf der beim AK-Test beanstandeten Grillfleischproben handelte es sich um verpackte Ware, die einen Tag vor Ablauf der Mindesthaltbarkeitsfrist untersucht worden ist. "Die Konsumentenerwartung auf qualitätsmäßig einwandfreie Produkte wurde enttäuscht. Frischfleisch muss auch noch zum angegebenen Verbrauchstag eine ordnungsgemäße Qualität aufweisen. Daher müssen realistischere Verbrauchsdaten angegeben werden", forderte die Leiterin der Konsumentenberatung, Josefine Traunik.
(apa/red)
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