"Mister Billa" feiert 90. Geburtstag: NEWS über die Unternehmerlegende Karl Wlaschek
- Alles über seinen kometenhaften Aufstieg mit "Billa"
- PLUS: Was Wegbegleiter über Karl Wlaschek sagen

·Persönlichkeiten wie ihn gibt es nur selten
Was Wegbegleiter über Karl Wlaschek sagen
Heute wird es im Wiener Innenstadtpalais Ferstetl zu einem großen Gedränke kommen. Der Grund: Multimilliardär und legendäre Billa-Gründer Karl Rudolf Wlaschek hat rund 220 Freunde, Verwandte und Wegbegleiter zur Feier seines 90. Geburtstags in sein nobles Anwesen geladen. Jeder, der Wlaschek kennt, weiß, dass dieser nichts mehr als Unpünktlichkeit hasst. Kein Wunder also, dass sich selbst hochdekorierte Wirtschaftsgranden und das Who's who der heimischen High Society um rechtzeitiges Erscheinen bemühen.
Die Partys, die der einstige Frauenheld früher veranstaltete, sind Legende. So feierte er etwa zur Geburt seines Sohnes Karl "Karli" Philipp Wlaschek im Jahr 1974 zwei Tage - und Nächte - durch. Doch bei seinem Jubiläum am Wochenende wird es der Multimilliardär etwas leiser angehen. "Karl Wlaschek geht jetzt gerne früh schlafen", erzählt ein Freund der Familie.
Im Businessleben wirkt der Selfmade-Milliardär aber alles andere als müde, denn er ist immer noch am Tüfteln ausgesuchter Immobilienprojekte. Als liebste Lektüre gilt ihm noch immer die Zinsliste von Häusern, die zum Verkauf stehen. Aus ihr kalkuliert der rüstige 90-Jährige aus dem Kopf heraus, ob sich ein Objekt lohnt oder nicht.
Mehr als gelohnt hat sich sein kometenhafter Aufstieg: Groß geworden ist der virtuose Freizeitpianist im Handel. Am 7. Dezember 1953 gründete er mit einem Startvermögen von 30.000 Schilling seinen ersten Laden namens WKW (Warenhandlung Karl Wlaschek), wo er Parfümerie-Artikel marktschreierisch als "Sensationen" oder "Fast geschenkt" anpries. Sieben Jahre später hatte er bereits 45 Filialen. 1961 erfand er für dieses Geschäft den Namen Billa (Billiger Laden) und ergänzte es um den Lebensmittelhandel. Danach kamen Merkur, Libro und Bipa dazu. 1996 verkaufte er sein Imperium (bis auf Libro; wurde erst 1997 verkauft) an die deutsche Rewe um 1,1 Milliarden Euro. Den Verkaufserlös seines Lebenswerkes investiert der Grandseigneur der heimischen Wirtschaft seither Gewinn bringend in Aktien und Immobilien.
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