Nach Achterbahnfahrt an Rohstoffbörsen: Ölpreis nach Rekordstand deutlich gesunken
- Furcht vor einer Abkühlung der US-Konjunktur
Sorgen über den Zustand der US-Wirtschaft haben die Ölpreise weiter unter Druck gebracht. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Auslieferung im September sank um 1,25 US-Dollar auf 73,50 Dollar (53,7 Euro). Der Preis für ein Barrel der US-Sorte WTI fiel um 1,37 Dollar auf 74,11 Dollar. Am vergangenen Mittwoch hatte der US-Ölpreis noch mit 78,78 Dollar einen neuen Rekordstand erreicht.
Die Furcht vor einer Abkühlung der US-Konjunktur durch die Krise am Hypothekenmarkt drücke die Ölpreise, sagten Händler. Zuletzt hatte der am Freitag veröffentlichte monatliche Arbeitsmarktbericht Sorgen über den Zustand der US-Wirtschaft genährt. Eine schwächere Konjunktur verringert die Nachfrage nach Rohöl.
Zudem hatte die Colorado State University die Zahl der erwarteten größeren Hurrikane in diesem Jahr von vier auf drei nach unten revidiert. Die Universität erwartet jetzt auch nur noch 15 tropische Stürme nachdem sie zuvor noch 17 prognostiziert hatte. Die Stürme verursachten in den vergangenen Jahren wiederholt Schäden an Ölplattformen und Raffinerien.
Der Preis für Rohöl der Organisation Erdöl exportierender Länder (OPEC) ist leicht gesunken. Nach Berechnungen des OPEC-Sekretariats in Wien vom Montag kostete ein Barrel (159 Liter) am Freitag 72,01 Dollar und damit 16 Cent weniger als am Donnerstag. Die OPEC berechnet den sogenannten Korbpreis auf der Basis von elf wichtigen Sorten des Kartells. (APA)

