Moskau lenkt im Gasstreit mit Minsk ein: Gazprom-Tochter streckt 365 Mio. Euro vor
- Einzelheiten zur Kreditaufnahme noch nicht geklärt
Im Gasstreit zwischen Russland und Weißrussland scheint sich nun eine Lösung abzuzeichnen. Zur Begleichung von Weißrusslands Schulden für russische Gaslieferungen will die Belgazprombank - mehrheitlich im Besitz des russischen Gasriesen Gazprom - eine halbe Milliarde Dollar (364,87 Mio Euro) vorstrecken. Das teilte die Bank nach Angaben der Agentur Interfax mit. Einzelheiten zur Kreditaufnahme müssten mit dem weißrussischen Gasversorger Beltransgaz noch geklärt werden, sagte ein Sprecher der Bank.
Der russische Gasmonopolist Gazprom hatte zunächst angesichts der Schulden damit gedroht, die Gaslieferungen nach Weißrussland um 45 Prozent zu drosseln. Die weißrussische Regierung hatte Russland zuvor vergeblich um einen Zahlungsaufschub sowie einen Kredit gebeten.
(apa/red)

