Kärntner müssen für Strom mehr bezahlen: Kelag erhöht Preis wegen Witterung um 6%
- Klagen über verringerte Wasserführung

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Etliche Kärntner Haushalte müssen ab dem 15. September für den elektrischen Strom tiefer in die Tasche greifen als bisher. Wie der Kärntner Landesenergieversorger Kelag mitteilte, steigt der Preis um rund 6,4 Prozent. Begründet wird dieser Schritt mit der trockenen Witterung und mit einer massiv verringerten Wasserführung sowie mit steigendem Verbrauch.
Einem durchschnittlichen Haushalt mit einem Jahresverbrauch von 3.500 Kilowattstunden würden durch die Preiserhöhung Mehrkosten von 3,30 Euro pro Monat entstehen.
"Der außerordentlich trockene Winter 2006/2007 und der Jahrhundertsommer 2007 hat die Situation für unsere Eigenerzeugung nochmals verschärft", erklärte Kelag-Vorstand Hermann Egger. Durch diesen besonderen Umstand und den gleichzeitig steigenden Stromverbrauch sei die Kelag gezwungen, um 20 Prozent mehr Strom zuzukaufen.
Andere Anbieter hätten vielfach bereits zum Jahreswechsel ihre Preise erhöht, hieß es in der Aussendung. Die Kelag hätte ihren Kunden im vergangenen Winter eine Preiserhöhung erspart und die Entwicklung auf den Beschaffungsmärkten sehr lange beobachtet. Auch nach dem 15. September 2007 gehöre die Kelag zu den attraktivsten Stromanbietern in Österreich.
Landeshauptmann Jörg Haider (B), Eigentümervertreter der Kelag, hat umgehend Abfederungsmaßnahmen für sozial Schwache angekündigt. So sollen etwa Wohnbeihilfen, Heizkostenzuschüsse und die Familienförderungen angehoben werden. (APA/red)

