Samstag, 4. August 2007

Elfer sorgt für Aufregung: Diskussionen
nach dem 1:1 zwischen Innsbruck und Kärnten

  • Sogar Kärnten sagt: Foul außerhalb des Strafraums!
  • Tirols Negativ-Serie hält an: Rote Laterne bei Altach

Im Vorfeld des 1:1-Remis zwischen dem FC Wacker Innsbruck und Austria Innsbruck hatte Innsbruck-Trainer Lars Söndergaard "Fairness" von den Schiedsrichtern eingefordert, nach dem Schlusspfiff sah er sich und seine Truppe "doppelt bestraft": Eine Gelb-rote Karte für Tirols Torschützen Peter Orosz und ein heiß umstrittener Elfmeter zum Ausgleich für Kärnten sorgten noch lange nach Schlusspfiff für heiße Diskussionen im Tivolistadion.

Tirols Coach warf dem Unparteiischen vor, er habe "das Ganze zerstört". In der 87. Minute riss Tirol-Wechselspieler Eder den durchstürmenden Ketelaer um. Schiedsrichter Gerhard Grobelnik entschied auf Elfmeter, den Mössner, der zu früh in den Strafraum gestartet war, im Nachschuss zum 1:1 über die Linie drückte.

"Das Foul war außerhalb des Strafraums, Ketelaer fällt dann theatralisch. So eine Entscheidung tut weh", sagte Söndergaard. "Dabei habe ich zuvor gesagt, wenn wir nichts falsch machen, gewinnen wir sicher." Söndergaard forderte, dass seine Spieler dieses Match jetzt einfach wegstecken und nach vorne schauen.

Selbst Kärnten-Trainer Walter Schachner gestand nach dem Spiel: "Das Foul war außerhalb des Strafraums." Um den Elfmeterpfiff dann doch zu rechtfertigen: "Der Schiedsrichter hat sich auf den ballführenden Spieler konzentriert. Deshalb geht der Elferpfiff auch in Ordnung." Schachner freute sich jedenfalls über den gewonnen Punkt in Tirol, "weil er wichtig für unser Selbstvertrauen war."

Nur: Die Innsbrucker, die nunmehr seit bereits 24 (!) Spielen auf den zweiten Sieg (zuletzt am 9. Mai gegen den GAK) warten, mussten sich die Niederlage selber zuschreiben. Denn als Feldhofer verletzt im Strafraum lag, fuhren sie einen Konter, anstatt den Ball ins Out zu schießen. Aus dem folgendem Kärnten-Konter kam es zum umstrittenen Elfmeter. "Das ist eine Kopfsache, da machen wir noch zu viele Fehler", gestand Söndergaard. Und so verspielten die Tiroler mit Last-Minute-Gegentreffern in drei Spielen schon fünf Punkte. Immerhin konnten die Tiroler zumindest bis Sonntag die Rote Laterne an Altach abgeben.

Dabei wäre Kärnten/Klagenfurt ein Lieblingsgegner der Tiroler gewesen: In der höchsten österreichischen Liga feierten die Kärntner zuletzt 1968 einen Sieg in Innsbruck, den zweiten insgesamt. 17 Niederlagen stehen seit Freitag drei Unentschieden entgegen. Auf der anderen Seite konnte Söndergaard als Trainer noch nie gegen seinen Freund Schachner gewinnen. (apa/red)

4.8.2007 16:46