Dienstag, 31. Juli 2007

Mayo geschockt nach seinem positivem Doping-Test: "Das ist einfach unmöglich"

  • Rennstall Saunier Duval suspendierte den Spanier
  • Sinkewitz: Geständnis nach Verzicht auf die B-Probe

Der spanische Radprofi Iban Mayo hat geschockt auf seine positive Doping-Probe während der Tour de France reagiert. "Es ist unmöglich, es ist unmöglich", sagte er seinem Teamchef Josean Fernandez Matxin. Der 29-Jährige war an einem Ruhetag bei der Tour positiv auf das Blutdopingmittel EPO getestet worden.

Mayos Mannschaft Saunier Duval suspendierte den Spaniern mit sofortiger Wirkung. Sollte die B-Probe das Ergebnis bestätigten, will der Rennstall dem Bergspezialisten kündigen. Mayo droht eine zweijährige Sperre. Er hatte als Gesamt-16. die Tour de France beendet.

"Ich werde meine Fahrer künftig wohl jeden Tag durchsuchen und sie notfalls nackt ausziehen müssen", sagte Teamchef Matxin. Der unter Dopingverdacht stehende Tour-de-France-Sieger Alberto Contador erklärte: "Es wäre traurig, wenn sich das bestätigt, denn dann stünden wir vor einem neuen Dopingskandal."

Sinkewitz gestand Doping
Patrik Sinkewitz hat gestanden, mit Testosteron gedopt zu haben. Der Deutsche war vor der Tour de France bei einer Trainingskontrolle am 8. Juni positiv auf Testosteron getestet worden. Er verzichtete auf die Öffnung der B-Probe, sein Team T-Mobile erklärte daraufhin, Sinkewitz zu entlassen.

"Ich will für mein Fehlverhalten einstehen und die sich für mich daraus ergebenden Folgen tragen", erklärte der 26-Jährige auf seiner Internetseite. Zuvor hatte Sinkewitz-Anwalt Michael Lehner dem Bund Deutscher Radfahrer mitgeteilt, dass sein Mandant auf die Öffnung der B-Probe verzichten werde. "Das ist ein Schritt, den wir sehr begrüßen", sagte Frommert. "Es ist gut, dass die Öffentlichkeit und die Fans nicht mit albernen Verteidigungsstrategien enttäuscht und genervt werden." "Patrik ist gut beraten, in die Offensive zu gehen", sagte Frommert.
(apa)

31.7.2007 18:01